ROS („reaktive oxygen species“), Sauerstoffradikale, reaktive Sauerstoffspezies    Oxidativer Stress

Unsere Haut ist einer prooxidativen Umgebung ausgesetzt, die sie in vielen Fällen überfordert. Die heutige Umweltbelastung aus UV-Licht, chemischen Oxidantien in der Luft und schädlichen Mikroorganismen auf der Haut sind eine große Herausforderung für die Haut. Moderne Kosmetika soll die Haut in ihrer natürlichen Abwehrfunktion unterstützen und gegen oxidativer Stress helfen.

 

1. Umweltbelastung durch UV-Strahlung

Die UV-Strahlung teilen wir in 3 Wellenlängenbereiche auf:

UV-A = 320-400 nm

UV-B = 280-320 nm

UV-C = < 280 nm

Der UV-C-Anteil wird durch unsere Ozonschicht weitgehend herausgefiltert und ist nicht von Bedeutung. UV-B löst den Sonnenbrand aus und dringt jedoch nicht tief in die Haut ein.

Viel gefährlicher ist hier UV-A, weil es am tiefsten in die Haut vordringt und die subepidermalen Schichten erreicht. Hier werden die reaktiven Sauerstoffspezies und andere Radikale gebildet.

Der oxidative Schutzmechanismus der Haut, Vitamin E, Vitamin C, Glutathion und Harnsäure, können überwunden werden, wenn eine große Menge an ROS gebildet werden. Eine solche Störung kann dann zur Schädigung von Lipiden, Proteinen und der DNA führen.

Diese Schädigung wird dann als oxidativer Stress bezeichnet.

 

2. Umweltbelastung durch Luftverschmutzung

Ein weiterer oxidativer Stressor ist der Smog. Diese Sammelbezeichnung für Luftverschmutzung kann aus Rußpartikel, Schwefeldioxid, Pollen und Staub bestehen und auf der Haut verschiedene Prozesse auslösen, die die natürliche Hautabwehr überfordern.

 

 3. Belastung durch Störung der natürlichen Hautflora

Die natürliche Hautflora ist ein fein ausbalanciertes System verschiedener Mikroben.

Auf einer gesunden Haut tummeln sich bis zu 103 Keime/cm2. Wenn die pathogenen Keime wie Streptococcus und Staphylococcus überhand nehmen, produzieren sie hohe Mengen an ROS. Auch Candida albicans bildet laufend Wasserstoffperoxid. Dieses ist schon alleingenommen ein hoher Stress für die Haut.

Aus den oben dargelegten Gründen, sollte ein modernes Hautpflegeprodukt immer eine hohe antioxidative Wirkung in der Haut entfalten, Entzündungsprozesse in der Haut hemmen bzw. stoppen und eine intelligente antimikrobielle Wirkung auf der Haut beinhalten.