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Wirkstoffaufnahme in der Haut: Mechanismen und Optimierung

Wirkstoffaufnahme, Wirkstofftransport in tiefere Hautschichten oder Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen in der Haut

Die Haut ist nicht nur unser größtes Organ, sondern auch eine komplexe Barriere. Ob ein kosmetisches Produkt seine gewünschte Wirkung entfalten kann, hängt entscheidend von der Aufnahme der Wirkstoffe ab. Nur wenn ein Wirkstoff tatsächlich in die Haut eindringt und dort in ausreichender Menge ankommt, können Anti-Aging-, Feuchtigkeits- oder Schutzfunktionen ihre volle Effektivität entfalten.

Grundlagen der Wirkstoffaufnahme

Bei der Anwendung eines Kosmetikprodukts verbleiben viele Inhaltsstoffe zunächst auf der Hautoberfläche. Erst die Fähigkeit zur Penetration, also das Eindringen in die oberen Hautschichten, entscheidet darüber, ob eine tatsächliche Wirkstoffaufnahme stattfinden kann. Gelingt es einem Molekül, die Hautbarriere zu durchdringen, spricht man von Permeation. Dieser Prozess kann intrazellulär, interzellulär oder über die Haarfollikel erfolgen.

Die Wirkstoffaufnahme wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst: Molekülgröße, Lipophilie, Ladung und die Beschaffenheit der Haut selbst spielen eine Rolle. Generell gilt die sogenannte „500-Dalton-Regel“: Moleküle mit einer höheren molaren Masse dringen kaum durch die Haut.

Penetrationsverstärker und ihre Bedeutung

Um die Wirkstoffaufnahme zu optimieren, kommen Penetrationsverstärker zum Einsatz. Diese können chemischer Natur sein, wie ungesättigte Fettsäuren oder Phosphatidylcholin, oder physikalisch wirken, beispielsweise durch Ultraschall, Radiofrequenz oder Iontophorese. Auch moderne kosmetische Verfahren wie das Dermal Needling oder okklusive Masken steigern die Durchlässigkeit der Haut und erhöhen somit die Aufnahme von Wirkstoffen.

Ein weiteres Beispiel ist die enzymatische Aktivität des Hautmikrobioms: Hierbei werden komplexe Substanzen wie Hyaluronsäure oder Triglyceride in kleinere Moleküle zerlegt, die leichter in die Haut gelangen und so die Wirkstoffaufnahme verbessern.

Bioverfügbarkeit – wie viel Wirkstoff kommt wirklich an?

Die Bioverfügbarkeit beschreibt den Prozentsatz eines Wirkstoffs, der nach der Applikation tatsächlich wirksam wird. Eine geringe Bioverfügbarkeit führt trotz hoher Konzentrationen oft zu einer unzureichenden Wirkung und kann Nebenwirkungen hervorrufen. Eine gezielte Optimierung der Wirkstoffaufnahme ermöglicht es hingegen, niedrigere Dosierungen zu verwenden, ohne an Effektivität zu verlieren.

Lamellare Cremes oder liposomale Dispersionen sind typische Beispiele moderner Trägersysteme, die Plateau-Effekte erzeugen. Der Wirkstoff wird über längere Zeit kontinuierlich freigesetzt, wodurch eine gleichmäßige Wirkstoffaufnahme entsteht und Irritationen vermieden werden.

Moleküleigenschaften und ihre Rolle

Die Eigenschaften einzelner Moleküle sind entscheidend für die Wirkstoffaufnahme: Lipophile und nichtionische Moleküle penetrieren leichter als hydrophile oder ionische Substanzen. Lipophile und nichtionische Moleküle penetrieren leichter als hydrophile oder ionische Substanzen. Auch die Hautdicke und der Zustand der Hautbarriere beeinflussen, wie effektiv eine Substanz aufgenommen wird.

Innovative Systeme wie Nanodispersionen oder Oleogele bieten hier neue Möglichkeiten. Sie verbessern nicht nur die Stabilität empfindlicher Inhaltsstoffe, sondern sorgen auch für eine gleichmäßigere und tiefere Wirkstoffaufnahme.

Praktische Beispiele:

Vitamin C ist in reiner Form instabil und schlecht penetrierend. In stabilisierter, liposomaler Form (z. B. Ascorbylphosphat) wird die Wirkstoffaufnahme deutlich erhöht, wodurch die Kollagensynthese stimuliert wird.

Azelainsäure: In liposomaler Dispersion kann die Substanz optimal aufgenommen werden. In Kombination mit barrierestabilisierenden Cremes entsteht eine verbesserte Wirkstoffaufnahme, ohne die Haut zu reizen.

Spilanthol: Durch Depoteffekte in lamellaren Systemen erfolgt eine langsame, aber konstante Freisetzung, die zu einer anhaltenden Wirkstoffaufnahme führt.

Fazit: Nachhaltige Kosmetik durch optimierte Wirkstoffaufnahme

Effektive Kosmetik setzt auf Formulierungen, die eine kontrollierte, nachhaltige und verträgliche Wirkstoffaufnahme ermöglichen. Ob durch Penetrationsverstärker, moderne Trägersysteme oder die Nutzung physiologischer Substanzen – das Ziel ist immer dasselbe: maximale Wirksamkeit bei minimaler Belastung für Haut und Umwelt.

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