Triclosan

Triclosan wurde vor mehr als 40 Jahren als Konservierungs- und Deomittel eingeführt. Seitdem wurde es in Zahnpasta, Seifen, Deos, Shampoos, Haushaltsreinigern und Waschmitteln verwendet. Auch als Desinfektionsmittel ist es in vielen Kliniken noch im Einsatz.

 

Was ist Triclosan?

Triclosan ist ein Konservierungsmittel und wirkt gut gegen gram-positive Bakterien, weniger gut bei gram-negativen Bakterien und nur mäßig gegen Hefen und Pilzen. Triclosan kann durch Mizellenbildung durch ethoxylierte Emulgatoren inaktiviert werden. Es ist laut Kosmetikverordnung bis zu einer Einsatzkonzentration von max. 0,3% erlaubt.

Triclosan hat die CAS-Nr. 3380-24-5 und die chemische Bezeichnung 2,4,4’-Trichlor-2’-hydroxydiphenylether. Es ist eine festes, weißes Pulver und mit 10 mg/l kaum löslich in Wasser.

 

Welche Erkenntnisse gibt es zum Triclosan?

Mittlerweile ist die Unbedenklichkeit dieses Allrounders einer kritischen Betrachtung gewichen, denn in Tierversuchen vergiftet Triclosan die Blutzellen und bringt den Hormonhaushalt durcheinander. Auch die Spermien werden desorientiert und nehmen nicht mehr den direkten Weg zu Eizelle. Weitere Hinweise zur Schwächung des Immunsystems, Triclosan soll Allergieauslösend oder sogar ein Krebsverdacht besteht mittlerweile. Als Konservierungsmittel darf Triclosan mittlerweile nicht mehr eingesetzt werden, aber in Produkten die abgewaschen, ausgespukt oder nicht großflächig angewendet werden, ist Triclosan laut EU-Kommision unbedenklich. Zur Zeit läuft eine Untersuchung zum Triclosan, die auch zum Verbot führen könnte. Genau dieses fordern auch schon viele Mediziner, die Triclosan nur noch für verschreibungspflichtige Produkte oder Biozide, sehen wollen.

Wir von Cosmacon haben Triclosan nicht benutzt und setzen es auch in „Billigrezepturen“ nicht mehr ein. Auch die Gesetzgebung von einigen Ländern, in denen ein günstigerer Steuersatz gilt, wenn Deo-Mittel verwendet werden (z.B. Brasilien), läßt uns auf Triclosan verzichten. Es gibt ebenso wirksame und preiswerte Alternativen.

Einige neue Studien der Universität von Kalifornien ergaben, das Triclosan die Herzleistung von Mäusen um ein Viertel senkt. Solche Studien sind nicht immer 1:1 auf den Menschen übertragbar, jedoch bleibt ein Restzweifel. Eine andere Studie der Universität von San Diego setzte dem Futter geringe Mengen an Triclosan zu und die Mäuse zeigte eine Vernarbung ihrer Leber, der sogenannten Fibrose. Auch zeigten weitere Studien, das die Mäuse eher zu Krebs neigten, als die Blindgruppe ohne triclosanhaltigem Futter. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat Triclosan auch auf eine Überwachungsliste genommen und schaut sich diese Studien und die Verwendung genau an.

Wir sind der Meinung, man sollte Triclosan gleich verbieten und diese Tierversuche einstellen.

Es gibt ausreichend Alternativen.

 

Was macht die EU?

Die EU hat bisher wie folgt reagiert:

2004: Triclosan darf nur noch mit max. 0,3% in Handseifen, Duschgelen, Zahnpasta, Deos, Gesichtspuder und Abdeckstiften eingesetzt werden. In Mundwasser gilt die max. Konzentration von 0,2% Triclosan.

2009: Triclosan darf nicht mehr in Materialien verwendet werden, die in direkten Kontakt mit Lebensmittel stehen. Dieses Verbot gilt allerdings nur noch in Deutschland.

2015: Verbot von Reinigungsmitteln, die Triclosan als Desinfektionsmittel nutzen.

ab 2017: Importverbot für imprägnierte Textilien mit Triclosan.

Triclosan reichert sich auch in der Umwelt an. Zwar wird es in modernen Kläranlagen zu hohen Prozenten abgebaut, doch erhebliche Menge des Abbauproduktes Methyltriclosan finden sich im Klärschlamm oder in Abflüssen wieder. So gelangt es letztendlich auch ins Meer und damit über die Nahrungskette wieder auf den Tisch. Der Kreislauf ist geschlossen. Hier hilft nur ein freiwilliger Verzicht auf Triclosan.

Wenn Sie auch eine trilosanhaltige Formulierung überarbeiten möchten, sprechen Sie uns an.