INCI

Die Deklaration der verwendeten Inhaltsstoffe als INCI, ist Pflicht für jeden Kosmetikherstellers. Dadurch kann jeder Verbraucher nachvollziehen, was er gekauft hat bzw. kann seine Kosmetika nach bestimmten Inhaltstoffen kaufen.

Die Angabe der Inhaltsstoffe ist meist auf der Rückseite der Verpackung zu finden. Die Auflistung fängt meist mit Aqua an und hört mit dem Farbstoff, codiert als CI XXYYZ. Das CI steht für Color Index und alle Farbstoffe sind entsprechend codiert. Ist kein Farbstoff enthalten, findet sich meist „Parfum“ am Ende der INCI.

 

INCI-Namen

Die Inhaltstoffe werden mit ihren sogenannten INCI-Namen aufgeführt, wobei INCI die Abkürzung für „International Nomenclature Cosmetic of Ingredients“ ist. Die Inhaltstoffe dürfen nicht willkürlich benannt werden, sondern eine Kommission wacht über die Rohstoffnamen und vergibt auch neue INCI-Bezeichnungen. Die Namensgebung orientiert sich an der Hauptkomponente und z.B.  pflanzliche Inhaltstoffe werden mit ihren lateinischen Namen bezeichnet.  Diese Namenswelt ist kaum zu verstehen, weil die INCI-Bezeichnung wie ein eigenes Alphabet für kosmetische Rohstoffe steht. Auch läßt sich daraus nicht auf die Qualität der eingesetzten Rohstoffe schließen, weil z.B. der mittels einer Leitsubstanz standardisierte Pflanzenextrakt, den gleichen INCI-Namen trägt wie ein Extrakt der nur 1% in Butylenglykol eingesetzt wurde. Unter 1% Einsatzkonzentration hat jeder Kosmetikhersteller die Freiheit, die Rohstoffe so anzuordnen, wie er möchte.

Dem Verbraucher bleibt nur im Internet  (z.B. auf der Seite der Europäischen Kommission https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/cosing/) zu recherchieren, welche Stoffe sich hinter welcher Bezeichnung verstecken. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail.

 

INCI-Listung ist hilfreich für Allergiker

Eine Orientierung gibt die INCI insbesondere den Menschen, die unter Allergien leiden. Nachdem ein Dermatologe sicher festgestellt hat, auf welche Stoffe eine allergische Reaktion erfolgt, kann man gezielt nach Produkten Ausschau halten, die „frei von XYZ“ sind. Am häufigsten sind das die Parfumbestandteile, die immer vor dem „Perfume/Fragrance“ aufgelistet sind.

 

INCI-Liste gibt Orientierung bei der Wirkstoffkonzentration

Die Amerikaner sind uns schon ein Stück voraus und listen die Wirkstoffe gesondert als „Active Ingredients“ mit Prozentangabe aus. So ist es einfach zu vergleichen und jeder weiß sofort, was er für sein Geld bekommt. So einfach ist es mit unserer INCI-Listung nicht, dennoch gibt es Hinweise.

Nach der Bezeichnung „Aqua“ kommen meist die Hautbefeuchtungsmittel (z.B. Glycerin) und die wertvollen Öle, die auch auf der Vorderseite aufgeführt sind.

Der Hauptwirkstoff sollte schon an 3-6. Stelle in der INCI aufgeführt sein. Danach kommen meist Emulgatoren und Hilfsstoffe, sowie die Konservierungsmittel.

Wenn der ausgelobte Wirkstoff erst an 10. Stelle oder noch später aufgeführt wird, ist es schon sehr fraglich, ob diese Zubereitung die versprochene Wirkung zeigt.

Für hocheffektive Wirkstoffe gibt die Stellung des „Perfume“ noch eine gute Indikation. Ein Parfum wird im Dusch-/Deo-Produkt zwischen 0.8-1.2% eingesetzt und in Bodycremes unter 0,5%. Je nachdem, ob der Wirkstoff oder der Extrakt vor oder nachdem Parfum in der INCI aufgeführt ist können Sie erkennen, wie konzentriert der Wirkstoff vorliegt.

Wenn das Parfum allergieauslösende Komponenten enthält müssen Sie sich daran orientieren, weil diese immer vor dem Parfum, in der INCI-Liste, stehen müssen. Aufgeführte Allergene deuten meist auf natürliche Parfums oder Aromen hin.

 

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