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Adenosintriphosphat

Adenosin, Adenosine triphosphate, ATP

Adenosintriphosphat ist ein körpereigener Botenstoff, der Entzündungsprozesse hemmen und so vor Gewebeschäden schützen kann. Es gehört zu den Nukleosiden und besteht aus dem Zucker ß-D-Ribose und der Nukleinbase Adenin. Adenosintriphosphat wirkt unter anderem, indem es die Ausschüttung bestimmter aktivierender Neurotransmitter wie Noradrenalin und Dopamin blockiert. Diese Blockade führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße und damit zu einer Senkung des Blutdrucks. Außerdem kann Adenosintriphosphat die Herzfrequenz senken.

Im Hypothalamus löst Adenosintriphosphat den Nucleus praeopticus ventrolateralis aus. Dieser hemmt über den Neurotransmitter GABA die Wach- und Aufwachzentren im Gehirn. Somit hat Adenosintriphosphat in unserem Körper auch eine schlafinduzierende Wirkung.

In der Medizin wird der Wirkstoff häufig zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Außerdem ist es das Mittel der Wahl bei der Myokardszintigraphie.

Als weißer, geruchloser Feststoff, der in Ethanol nahezu unlöslich und in heißem Wasser löslich ist, spielt Adenosintriphosphat in der Kosmetik schon lange eine große Rolle. Es eignet sich besonders für Anti-Aging-Produkte, da es die Fähigkeit besitzt, die Haut jünger und straffer aussehen zu lassen. Adenosintriphosphat ist in der Lage, den Stoffwechsel der Zellen anzukurbeln und wirkt so Falten effektiv entgegen. Dank seiner revitalisierenden Eigenschaften hilft der Wirkstoff der Haut bei der Regeneration und lässt sie frischer und vitaler aussehen.

 

Adenosintriphosphat revolutioniert die Kosmetik

Adenosintriphosphat ist in der Kosmetikindustrie als äußerst potenter und wirksamer Inhaltsstoff bekannt. Wenn es darum geht, die Zeichen der Hautalterung zu reduzieren, nimmt es eindeutig eine Spitzenposition ein. Es dringt schnell und tief in die Haut ein und hält die hauteigene Kollagenproduktion aktiv, indem es die Wirkung bestimmter Enzyme auf das Kollagen reduziert. Darüber hinaus stimuliert Adenosintriphosphat die Zellenergie der Haut, wodurch die Durchblutung der äußeren Hautschichten angeregt und die Elastinproduktion stimuliert wird. Durch all diese Wirkmechanismen erscheint die Haut insgesamt rosiger, straffer und strahlender. Der Effekt ist meist deutlich sichtbar. Kosmetika mit Adenosintriphosphat können daher Falten reduzieren, Pigmentflecken vorbeugen und zu einer spürbaren Verbesserung bei erschlaffter Haut beitragen.

 

Adenosintriphosphat als „Wundermittel“ für reife Haut

Im Anti-Aging-Segment genießt Adenosintriphosphat einen hervorragenden Ruf und gilt sogar als echte Geheimwaffe. Denn der Wirkstoff ist in der Lage, jene Muskeln zu entspannen, die im Gesicht für unsere Mimik verantwortlich sind. Fast jeder kennt das Problem: Sind diese Muskeln übermäßig angespannt, entstehen mit der Zeit die gefürchteten Mimikfalten, also zum Beispiel Krähenfüße, Lach- und Zornesfalten. Später können sich daraus auch tiefere Falten entwickeln. Adenosintriphosphat wirkt entspannend auf die Muskulatur der Haut, indem es die Menge des Transmitters Acetylcholin am Übergang vom Nerv zum Muskel reduziert. Bereits vorhandene Falten können auf diese Weise geglättet werden, gleichzeitig wird einer erneuten Faltenbildung vorgebeugt.

Da Adenosintriphosphat problemlos sehr tief in die Haut eindringen kann, ist die Druckentlastung der mimischen Muskulatur oft sofort spür- und sichtbar. Der Teint wirkt deutlich erholter. Doch Adenosintriphosphat wird mittlerweile nicht nur in der Haut- bzw. Anti-Aging-Pflege eingesetzt: Auch für die Haarpflege ist es geeignet, da es eine aufbauende Wirkung hat und dem Haar mehr Vitalität und Fülle verleiht. Die Wirkung entfaltet sich direkt im Bereich der Haarwurzeln: So wird das natürliche Haarwachstum effektiv gefördert.

Dass Adenosintriphosphat insgesamt sehr gut verträglich ist, macht es zu einem wahren kosmetischen Wundermittel. Zwar lässt sich die Hautalterung nicht vollständig und für immer aufhalten, aber sie lässt sich mit Wirkstoffen wie Adenosintriphosphat meist sehr gut verlangsamen. So muss sich niemand mit der schnellen Entstehung von Fältchen und erschlafften Gesichtskonturen abfinden.

 

Die richtige Anwendung von Kosmetika mit Adenosintriphosphat

Es ist sinnvoll, die Haut vor dem Auftragen des Produkts zu stimulieren, da so die Mikrozirkulation angeregt wird. Außerdem sollte das Produkt mit leichten Klopfbewegungen in die Haut einmassiert werden. Dabei ist es wichtig, auch die Gesichtskonturen nicht zu vergessen, denn auch dort will die Zellerneuerung angeregt werden.

 

Steckbrief Adenosintriphosphat

INCI: Adenosine Triphosphate

Alternative Bezeichnungen: 9-[(2R,3R,4S,5R)-3,4-Dihydroxy-5-(hydroxymethyl)-oxolan-2-yl]-6-, 9-β-D-ribofuranosyladenin,

CAS-Nummer: 58-61-7

Beschreibung: weißer, geruchloser Feststoff

Schmelzpunkt: 234 bis 237 °C

Summenformel: C10H13N5O4

Wirkung: erhöht die Elastin- und Kollagenproduktion, stimuliert die Zellenergie, wirksam gegen Mimikfalten, lässt die Haut rosig und frisch aussehen.

Verwendung: als Antiarrhythmikum sowie als Inhaltsstoff für hochwertige Produkte im Anti-Aging-Segment.

 

Wir arbeiten gerne mit diesen Wirkstoffen:

NameHerstellerINCI NameBemerkung
Adenosine 3001INTER ACTIFS BY ACETOAdenosine
NLT AdenoSphere 2.0BioSpectrum, Inc.Aqua , Butylene Glycol , Lecithin , Adenosine
Rejutime ADEShanghai JAKA(GREAF) Biotech Co., Ltd.Adenosine
Uniprosyn PS-18Givaudan Active BeautyButylene Glycol , Hydrolyzed Oat Protein , Niacinamide , Adenosine Triphosphate

 

Adenosintriphosphat als innovativer Wirkstoff für Cosmacon-Formulierungen

Auch wenn Adenosintriphosphat bislang vor allem Insidern ein Begriff ist: Der Wirkstoff ist aufgrund seiner zahlreichen Vorteile die perfekte Lösung für hochwertige Anti-Aging-Produkte. Gerne entwickeln wir für Sie attraktive Formulierungen, die Ihre Zielgruppe begeistern. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht und nehmen uns gerne Zeit für eine ausführliche Beratung!

 

Literatur:

 

Evaluation of anti-wrinkle efficacy of Adenosintriphosphate-containing products using the FOITS technique; M L Abella; Int J Cosmet Sci 2006 Dec;28(6):447-51

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18489289/