nadelfreie Mesotherapie, elektrische Mesotherapie

1952 erfand der französische Arzt Michel Pistor mehr oder weniger per Zufall die Mesotherapie. Eigentlich wollte er mit der intravenösen Verabreichung des Lokalanästhetikums Procain den Asthmaanfall eines seiner Patienten lindern. Dies führte zwar nicht zum gewünschten Erfolg, der Patient stellte dafür aber eine klare Verbesserung seiner Schwerhörigkeit fest. Pistor führte daraufhin bei weiteren schwerhörigen Patienten oberflächliche Procain-Injektionen in der Ohren-Partie durch. Die Ergebnisse waren allerdings recht unterschiedlich, denn bei einigen Patienten besserten sich nach den Injektionen völlig andere Krankheitsbilder: Gehörgangsekzeme beispielsweise oder auch Tinnitus. Er experimentierte weiter mit lokal gesetzten Procain-Injektionen in die Haut und veröffentlichte schließlich am 4. Juni 1958 einen Fachartikel, im dem er erstmals den Begriff Mesotherapie erwähnte. Die Bezeichnung „Meso“ sollte sich dabei auf das Mesoderm beziehen, also das mittlere Keimblatt des Embryoblasten, aus dem unter anderem das Bindegewebe hervorgeht.

 

1966 wurde die französische Gesellschaft für Mesotherapie gegründet. Primäres Ziel dieser Therapie ist es, Medikamente so nah wie möglich in den Bereich der Erkrankung zu injizieren, so dass besser und schneller Beschwerden zurückgehen. Dank umfangreicher Forschungen und Weiterentwicklungen kann die Mesotherapie inzwischen bei vielen verschiedenen Krankheitsbildern helfen: beispielsweise bei Wundheilungsstörungen und Sportverletzungen, lokalen Herden von Psoriasis und Neurodermitis, aber auch bei Narben und Dehnungsstreifen. Weitere Anwendungsgebiete sind rheumatische Erkrankungen, Arthrosen, Durchblutungsprobleme, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen sowie die sogenannte Reizblase. Das Verfahren führt zu einer meist sehr deutlichen Verbesserung der Mikrozirkulation, einer lokalen Immunmodulation und einer Regulierung des neurovegetativen Systems.

Es ist insbesondere in Frankreich, Kanada und den USA verbreitet und wird dort unter anderem zur Fettreduktion eingesetzt. In Frankreich kann sogar ein offizieller Universitätskurs für Mesotherapeuten belegt werden. Seit der Gründung der „Deutschen Gesellschaft für Mesotherapie“ im Jahre 1984 setzt sich die Therapieform aber auch bei uns immer mehr durch.

 

Die Mesotherapie in der ästhetischen Kosmetik

 

Zu den Hauptanwendungsgebieten der Mesotherapie in der ästhetischen Kosmetik zählen die Bekämpfung von Cellulitis, Narben und lokalen Fettpolstern, die Behandlung von Haarausfall sowie die klein- und großflächige Hautverjüngung und Hautregeneration. Sie kann schon bei Jugendlichen, die zum Beispiel unter Bindegewebsrissen durch schnelles Wachstum leiden, angewendet werden, aber auch bei älteren Menschen zur Bekämpfung von Altersflecken, zum Erhalt der Haare oder zur Glättung der Mund- und Augenpartie.

Durch die besondere minimalinvasive Injektionstechnik lassen sich Haut, Haare und Bindegewebe relativ schonend von innen heraus verbessern. Nicht durchgeführt wird die Mesotherapie bei Menschen mit entsprechenden Wirkstoff-Unverträglichkeiten oder -Allergien, Herz-Kreislauf- oder Stoffwechsel-Störungen, schweren Autoimmunerkrankungen sowie akuten bakteriellen beziehungsweise viralen Infektionen. Bei Epilepsie, akuten entzündlichen Hautkrankheiten wie beispielsweise schweren Ekzemen oder Psoriasis sowie bei Gerinnungsstörungen ist ebenfalls Vorsicht geboten. Hier sollte die geplante Anwendung zuerst mit dem Arzt abgesprochen werden. Menschen mit einer bekannten Herpes-Simplex-Virus-HSV1-Belastung sollten vor der Mesotherapie zudem am besten mit einem Virustatikum (Aciclovir beziehungsweise Valaciclovir) behandelt werden.

Allerdings ist die klassische Mesotherapie mit minimalinvasiver Injektionstechnik mittlerweile bereits einen Schritt weiter und gerade in der Kosmetik nicht mehr das erste Mittel der Wahl. Eine Methode, die völlig ohne Injektionen auskommt und darum auch deutlich schonender ist, ist seit geraumer Zeit stark auf dem Vormarsch.

 

So wirkt die herkömmliche beziehungsweise nadelfreie Mesotherapie

 

Normalerweise werden bei der Mesotherapie kleinste Verletzungen durch Injektionen erzeugt, damit die Wirkstoffe in tiefe Hautschichten transportiert werden können. Eine penible Desinfektion ist hier ganz wichtig, oft wird die Haut anschließend gekühlt und mit einer Wundheilungs-Schutzcreme versorgt. Manchmal erscheint die Haut nach der Mesotherapie leicht gerötet, in seltenen Fällen bilden sich kleine blaue Flecken, die aber schnell wieder verschwinden.

Deutlich schonender und sanfter ist jedoch die elektrische Mesotherapie, die vollkommen ohne Nadeln, Spritzen und Skalpell auskommt. Sie wird im Fachjargon auch Mesoporation genannt. Dabei werden über den Applikator eines Elektromesotherapie-Gerätes hoch konzentrierte Wirkstoffe tief in die Haut eingeschleust. Besonders gut eignet sich dieses Verfahren im Gesicht, am Hals, am Dekolleté, am Bauch und an den Oberschenkeln. Sonnen- und/oder altersbedingte Hautveränderungen wie Pigmentflecken und Falten, aber auch trockene Haut sowie leichte und nicht entzündliche Akne lassen sich mit der nadelfreien Therapie sehr gut behandeln.

 

Die Wirkungsweise der nadelfreien Mesotherapie ist schnell erklärt. Das Gerät wird zunächst mit einem Serum gefüllt. Oft handelt es sich dabei um Hyaluronsäure in Kombination mit weiteren bewährten Wirkstoffen wie Vitaminen, Peptiden und Antioxidantien. Durch elektromagnetische Impulse werden dann im Gewebe feinste Vibrationen erzeugt. Dieses Spannungsfeld beeinflusst die Zellen so, dass sich die Proteinkanäle innerhalb der Zellwand öffnen und die entsprechenden Wirkstoffe des Serums in einer optimalen Konzentration in die Zellen eindringen können, ohne diese dabei zu verletzen oder zu beschädigen. Die Eindringtiefe der nadelfreien Mesotherapie reicht tief bis zur Lederhautschicht und zieht sich somit durch alle Schichten unserer Oberhaut. Da es sich hier um eine nicht invasive Methode handelt, besteht auch keine Infektionsgefahr. Das Verfahren ist absolut schmerzfrei und frei von Nebenwirkungen. Da es jedoch mit elektrischen Impulsen arbeitet, sollten Menschen mit Herz- / Kreislaufproblemen sowie Schwangere sicherheitshalber darauf verzichten.

Ein Mimikverlust muss anschließend nicht befürchtet werden, der ästhetische Effekt ist jedoch beeindruckend. Gerade bei altersbedingten Hautproblemen wie müder und ergrauter Haut, hängenden Mundwinkeln, Sonnenschäden, erschlafftem Gewebe und abnehmender Regenerationsfähigkeit der Haut erzielt die sanfte Mesotherapie hervorragende Erfolge. Auch bei großporiger Haut, Schwangerschaftsstreifen, Linien und Falten sowie unreiner, geröteter Haut bietet sie sich wunderbar an. Der Effekt ist übrigens in der Regel sofort sichtbar.

Wird mit der Mesotherapie im Rahmen von etwa drei bis fünf Sitzungen einmal der Grundstein für eine dauerhafte optische Verjüngung oder Verschönerung gelegt, reicht eine gelegentliche Auffrischung in größeren zeitlichen Abständen in der Regel aus, damit der positive Effekt erhalten bleibt. Diese Abstände betragen meist sechs bis zwölf Monate.

 

Die Hautpflege nach der Mesotherapie

 

Eine spezielle Nachbehandlung ist nach der Mesotherapie zwar nicht erforderlich, dennoch sollte die Haut nach der Anwendung besonders gründlich gepflegt werden. Nach Möglichkeit sollte sie für die Dauer von etwa zwei Wochen keiner starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, außerdem ist die Verwendung von Sonnenschutzprodukten mit hohem Sonnenschutzfaktor (+50SPF) zu empfehlen. Die Haut muss darüber hinaus langfristig konsequent mit Feuchtigkeit und aufbauenden Nährstoffen versorgt werden, damit der Effekt so lange wie möglich sichtbar bleibt und die behandelten Hautpartien schnell beruhigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Pflegeprodukte hochwertig und im besten Fall frei von chemischen Zusätzen sind. Stattdessen sollten Vitamine, Peptide, aber auch Coenzyme, Fettsäuren oder Aminosäuren enthalten sein. Solche Substanzen wirken sich positiv auf den Stoffwechsel der Hautzellen aus und aktivieren gleichzeitig deren Erneuerung, was dazu führt, dass die Haut straffer und glatter aussieht. Die Hautpflege sollte gerade nach einer Mesotherapie auf keinen Fall vernachlässigt werden, da dies die Wirkungsdauer der Anwendung deutlich verkürzen kann.

 

Die Mesotherapie: eine bewährte Methode, deren Effekt mit den richtigen Kosmetikprodukten verstärkt wird

 

Die Mesotherapie ist insbesondere als nadelfreie Variante eine sehr gute Möglichkeit, um die verschiedensten Hautprobleme zu behandeln und zu lindern. Sie ist eine hervorragende Anti-Aging-Waffe, deren Wirkung aber nur dann optimal zur Geltung kommt, wenn die Haut anschließend richtig gepflegt wird. Wer seiner Haut nach der Therapie regelmäßig anspruchsvolle und möglichst natürliche Pflegeprodukte gönnt, verstärkt nicht nur den Effekt, sondern sorgt auch dafür, dass er länger erhalten bleibt und die Anwendung nicht so häufig wiederholt werden muss.

 

Eine Mesotherapie bieten viele Kosmetikstudios an. Die Aufnahmen zu diesem Artikel wurden im Wellness-Studio Bürger-Wellness in Schenefeld gemacht:

 

Bürger Wellness UG

Eichendorffstraße 27

22869 Schenefeld

https://www.burgerwellnessug.com

 

Hier können Sie sich verwöhnen lassen und bekommen mittels einer Mesotherapie eine samtweiche Haut.

 

Klicken Sie auf den Link und der Film gibt Ihnen einen Einblick in die Behandlung einer Mesotherapie:

Mesotherapie Video