Der englische Begriff Calamine (gesprochen: kæl?maIn) leitet sich von dem lateinischen Begriff „calamina“ ab, der wiederum auf das griechische Wort „Kadmeia“ zurückzuführen ist. Kadmeia hieß im antiken Griechenland jener Hügel, auf dem sich die legendäre Stadt Theben befand. Die kadmeische Erde galt als sehr fruchtbar und wertvoll: Vermutlich basiert der Name des Wirkstoffs Calamine auf der optischen Ähnlichkeit mit der Erde.

Calamine ist nämlich ein Pulver mit einem zarten Rosaton. Es handelt sich dabei um eine Mischung. Den größten Anteil macht Zinkoxid aus, ein nahezu schneeweißes Pulver, das einige sehr positive Eigenschaften hat. Nach der Spezifikation im USP (dem US-amerikanischen Arzneibuch) muss Calamine einen Zinkoxid-Anteil von mindestens 98 Prozent besitzen.

Bei einer kosmetischen Anwendung würde das helle Pulver aber einen unschönen weißen Film auf der Haut hinterlassen. Darum wird das Zinkoxid mit Eisen(III)-oxid gemischt. Eisen(III)-oxid hat von Natur aus eine intensive rote Farbe und sorgt mit einem Anteil von etwa 0,5 Prozent für die leichte Rosafärbung von Calamine. Somit dient das Eisen(III)-oxid ausschließlich der hautfarbenen Abtönung. Doch warum und wofür wird Kalamin Pulver (so die deutsche Bezeichnung) überhaupt eingesetzt?

 

Die Wirkung von Calamine auf die Haut

Das in der Mischung enthaltene Zinkoxid hat eine stark entzündungshemmende, adstringierende (zusammenziehende) und antibakterielle Wirkung. Entzündete und akute Pickel heilen unter der Anwendung von Calamine besser und schneller ab, eine unschöne Narbenbildung kann dadurch verhindert werden. Außerdem wird der Bildung von neuen Unreinheiten effektiv vorgebeugt. Dank der erwähnten Rosafärbung hat Kalaminpulver auch eine sehr gute abdeckende Wirkung, das heißt, die Unreinheiten werden geschickt kaschiert und somit nahezu unsichtbar. Bei sehr starker Akne reicht die Substanz zur Behandlung möglicherweise aber nicht aus. Hier empfiehlt sich beispielsweise eine Kombination mit weiteren bewährten Anti-Pickel-Wirkstoffen wie Salicylsäure. Bei gelegentlichen Unreinheiten und Pickeln ist Calamine aber eine sehr gute und vor allem auch verträgliche Wahl.

Außerdem bietet sich das Pulver bei empfindlicher und irritierter Haut an. Die beruhigende, leicht kühlende und juckreizlindernde Wirkung bewährt sich vor allem bei Ausschlag oder einem Sonnenbrand. Da Zinkoxid außerdem einen trocknenden Effekt hat, ist Kalamin Pulver auch eine hervorragende Lösung bei nässenden Hauterkrankungen und Ekzemen.

 

Wo sollte Calamine eingesetzt werden?

Calamine Pulver kann sehr gut in Seren, Cremes und Masken integriert werden. Bei der Behandlung von stärkeren Unreinheiten empfiehlt sich die punktuelle Anwendung, das heißt, die Creme wird direkt auf den oder die Pickel appliziert. Wird die Rezeptur mit Antioxidantien und Vitaminen angereichert, bietet das entsprechende Produkt im Alltag insgesamt einen hervorragenden Hautschutz, der gleichzeitig Pickeln vorbeugt.

Neben dem Pulver gibt es übrigens auch Calamine Lotion, die eine ähnliche Zusammensetzung hat. Sie soll schon von den alten Ägyptern geschätzt worden sein, weil sie die Begleiterscheinungen von Mückenstichen lindern konnte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Lotion zudem als „unentbehrliches Arzneimittel“ für die Therapie von Juckreiz eingestuft.

 

Steckbrief Kalaminpulver

INCI: Calamine

CAS-Nummer: 8011-96-9

Definition: eine Mischung aus Zinkoxid und Eisen(III)-oxid

Beschreibung: ein hell rosafarbenes Pulver

Wirkung: adstringierend, antiseptisch, trocknend, juckreizstillend, beruhigend

 

Calamine für hochwertige Kosmetikprodukte

Das rosafarbene Pulver ist eine echte Geheimwaffe gegen Pickel und Hautunreinheiten. Außerdem eignet es sich sehr gut zur Behandlung von leichten nässenden Hautentzündungen und Ausschlägen. Kalaminpulver ist mineralischen Ursprungs und gilt als sehr gut verträglich und empfehlenswert. Es kommt auch in zahlreichen medizinischen Produkten zur Anwendung. Gerne unterstützen wir Sie bei der Entwicklung moderner, wirksamer und anspruchsvoller Rezepturen.

 

Quellen:

Review-Artikel zu Zinkoxid: Hier zum Download