Amaranthöl

Amaranth gehört in Mittelamerika zu den Grundnahrungsmitteln und wird auch das „Gold der Inkas“ genannt. Die winzig kleinen Körnchen des Fuchsschwanzgewächses können sowohl als Beilage als auch als Grundlage für ein Frühstück verwendet werden. Eine einzige Amaranth-Pflanze entwickelt bis zu 100.000 Samen. Diese Samen enthalten nur einen fünf- bis sechsprozentigen Ölanteil, so dass die Gewinnung recht aufwendig ist. Zum Vergleich: Die Ölausbeute bei Macadamianüssen liegt bei bis zu 75 Prozent.

Amaranthöl in der Kosmetik

Trotzdem gewinnt Amaranthöl auch in der Kosmetik immer mehr an Bedeutung, denn die Zusammensetzung des Öls ist fast schon einzigartig. Mit rund 40 bis 45 Prozent dominiert zweifach ungesättigte Linolsäure, dazu kommt ein beachtlicher Anteil an schützender Palmitinsäure (etwa 15,0 Prozent) sowie bis zu 8,0 Prozent Squalen, eine hautfettähnliche Lipidfraktion. Der Gehalt an Tocopherolen (zum größten Teil Vitamin E) ist ebenfalls ungewöhnlich hoch. Dank dieser besonderen Zusammensetzung kommt Amaranthöl den Lipiden der Hautoberfläche extrem nahe. Dadurch wird es optimal aufgenommen und ist äußerst allergiearm. Das Öl wirkt rückfettend, erhält auf diese Weise die natürliche Feuchtigkeit und unterstützt somit indirekt auch die Regeneration der Haut, die sich bei regelmäßiger Anwendung viel weicher und geschmeidiger anfühlt. Gerade Menschen mit sehr trockener Haut berichten immer wieder, dass Amaranth ein wunderbares Hautgefühl hinterlässt und hervorragend verträglich ist.

Kosmetikprodukte mit Amaranthöl stellen eine optimale Pflege für trockene, gereizte oder barrieregestörte Haut dar. Darüber hinaus absorbiert Amaranthöl die schädliche UV-Strahlung und reduziert dadurch lichtbedingten Stress. Der hohe Anteil an Tocopherolen verleiht ihm außerdem eine effektive antioxidative Wirkung. Des Weiteren wirkt das Öl Studien zufolge entzündungshemmend bei Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte).

Amaranthöl eignet sich perfekt als Basisöl für eine moderne und wirksame Hautpflege. Immer häufiger wird es in der Kosmetikherstellung in Cremes, Haut- und Massageölen, Seifen, Badeölen, Haarölen, feuchtigkeitsspendenden Shampoos, Augenpflegeprodukten, Make-up, Lippenstiften sowie in Sonnenschutz- und After-Sun-Produkten eingesetzt. Außerdem ist es ein ideales Anti-Aging-Mittel. In Rezepturen für reife Haut empfehlen sich unter anderem Kombinationen mit linolensäurehaltigen Ölen wie beispielsweise Preiselbeersamen-, Wildrosen-, Hanf-, Holundersamen- oder auch Johannisbeersamenöl.

Amaranthöl zeichnet sich durch eine klare gelbe Färbung und einen nussartigen Geschmack aus, der ein wenig an Getreide erinnert. Kaltgepresstes oder durch CO2 Extraktion gewonnenes Amaranthöl ist sowohl in der Küche als auch in der Kosmetik anderen Gewinnungsverfahren vorziehen. Es ist auch für die Babypflege geeignet.

Auch im Nahrungsergänzungsbereich findet Amaranthöl inzwischen Verwendung. Es heißt, das Öl sorgt für stabile Knochen und eine stärkere Gedächtnisleistung, hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem, die Nerven sowie den Stoffwechsel und soll sogar den menschlichen Alterungsprozess verlangsamen. In der pflegenden Kosmetik, insbesondere bei trockener und gereizter Haut, hat sich das Öl schon fest etablieren können.

Steckbrief Amaranthöl

  • INCI: Amaranthus caudatus Seed Oil
  • Schmelzbereich: minus 27 Grad Celsius
  • Jodzahl: 78-90
  • Verseifungszahl: 170-200
  • Inhaltsstoffe: 40 bis 45 Prozent Linolsäure, 15 bis 25 Prozent Palmitinsäure, 15 bis 30 Prozent Ölsäure, 2,0 bis 5,0 Prozent Stearinsäure, 5,0 bis 8,0 Prozent Squalen, Vitamin E

 

Fazit: Das „Gold der Inkas“ ist eine Wohltat für die Haut

Dank der einzigartigen Zusammensetzung ist Amaranthöl ein äußerst wertvoller Bestandteil in der pflegenden Kosmetik. Gerade bei trockener, allergiebereiter und gereizter Haut ist die Anwendung von Produkten mit Amaranthöl zu empfehlen.