Menopause, Wechseljahre

Irgendwann zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr kündigen sich die Wechseljahre an. Sie läuten einen ganz neuen Lebensabschnitt ein und sind meist mit einigen unerwünschten Begleiterscheinungen verbunden. Hitzewallungen, Schweißausbrüche und übermäßiges nächtliches Schwitzen gehören genauso dazu wie Unruhe, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Und auch optisch machen sich die Wechseljahre oft sehr deutlich bemerkbar: Das Haar wird dünner, die Haut wirkt schlaffer und manchmal sprießen plötzlich wie einst in der Pubertät unschöne Pickel. Dies betrifft übrigens nicht nur Frauen: Auch Männer kommen in die Wechseljahre, wenngleich die Symptome in der Regel deutlich schwächer ausgeprägt sind. Mit den richtigen Kosmetikprodukten und einer optimalen Pflege kann aber jeder die äußeren Merkmale der Wechseljahre gut in den Griff bekommen.

 

Die Wechseljahre der Frau: So verändern sich Haut und Haare

Die Wechseljahre hinterlassen auf der Haut meist sehr deutliche Spuren. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich das Hormon Östrogen. Es „kümmert“ sich normalerweise um die Herstellung von Kollagen und sorgt somit dafür, dass die Haut elastisch und prall bleibt.

Da der Östrogenspiegel innerhalb der Wechseljahre deutlich zurückgeht, nimmt auch die Bildung von Kollagen rapide ab: jedes Jahr um mehr als zwei Prozent übrigens! Da gleichzeitig auch die Hautdicke zurückgeht, ist es kein Wunder, dass sich ein Nachlassen der Hautelastizität bemerkbar macht. Eingefallene Wangen, schlaffe Haut und „Knautschfalten“ vom Kopfkissen, die erst nach längerer Zeit wieder verschwinden, sind nun quasi an der Tagesordnung. Sinkt die Östrogenproduktion, geht in der Haut auch der Anteil feuchtigkeitsbindender Stoffe wie Hyaluronsäure zurück. Das bedeutet, die Haut wird trockener, altersbedingte Fältchen und Linien zeigen sich, und aufgrund der mangelnden Spannkraft sieht der Teint müde aus.

Viele Frauen stellen zudem fest, dass sich plötzlich wieder Pickel und Mitesser bilden und es im Gesicht zu einem unerwünschten Haarwachstum („Damenbart“) kommt. Auch dafür ist wieder der sinkende Östrogenspiegel verantwortlich, denn dadurch übernimmt das männliche Hormon Testosteron quasi das Kommando, was zu Pickeln, vergrößerten Poren und sogar Haarwuchs im Gesicht führen kann.

Die Wechseljahre haben aber auch Auswirkungen auf die Haare. Oft wird eine früher wunderbar volle Mähne mit der Zeit immer dünner, so dass manchmal sogar die Kopfhaut durchschimmert. Typische Bereiche sind vor allem der Oberkopf und die Partien entlang des Scheitels, an den Seiten und an der Stirn bleibt das Haar dagegen meist so voll wie vor den Wechseljahren.

Der Grund für das immer dünner werdende Haar: Auf den veränderten Hormonhaushaut reagieren die Haarwurzeln meist sehr sensibel. Das führt dazu, dass sich die Wachstumsphase verkürzt und die Ruhephase dagegen immer länger andauert. Manchmal sind die Auswirkungen sogar noch gravierender. Dann verkümmern die Haarwurzeln durch die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre und sind dann gar nicht mehr in der Lage, neue Haare zu produzieren. Die so entstehenden schütteren Stellen bleiben dann dauerhaft, was die Lebensqualität der betroffenen Frauen im schlimmsten Fall stark beeinträchtigen kann. Allerdings sind nicht alle Frauen von Haarausfall betroffen, denn die Beschaffenheit der Haarwurzeln ist genauso genetisch bedingt wie die Reaktion der Wurzeln auf männliche Hormone wie Testosteron. Die Wechseljahre können, müssen aber nicht mit Haarausfall einhergehen.

 

Die Wechseljahre beim Mann: langsamer und meist weniger stark ausgeprägt

Beim Mann verlaufen die Wechseljahre eher langsam und schleichend, die Veränderungen an Haut und Haaren machen sich in der Regel weniger deutlich bemerkbar. Oft nimmt die körpereigene Testosteron-Produktion schon ab Ende 30 allmählich ab, sie sinkt dann pro Jahr um etwa ein Prozent ab, was aber in den ersten Jahren kaum auffällt. Auch die Hormone Dehydroepiandrosteron (DHEA) und Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEAS) werden nun weniger. Medikamente und Stress können die hormonellen Veränderungen begünstigen. Da die Androgene die Hauttalgproduktion beeinflussen, wird die Haut bei einem sinkenden Hormonspiegel trockener. Gleichzeitig nimmt die Stimulation des Bart- und Körperhaarwachstums ab, so dass die eine oder andere Rasur plötzlich ausfallen kann, weil die Barthaare nun nicht mehr so emsig sprießen. Nur bei sehr wenigen Männern sinken die Hormonwerte innerhalb der Wechseljahre so extrem, dass die Hoden nicht mehr genug Testosteron produzieren, was im schlimmsten Fall zu einem Verlust der Libido führt. Ärzte sprechen in diesem Fall von Hypogonadismus. Liegt der Testosteronwert unter zehn oder zwölf Nanomol pro Liter, kann der Arzt bei Bedarf eine Hormontherapie einleiten. Diese ist allerdings auch bei Männern nicht ganz unumstritten, da sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Prostatakrebs begünstigen soll.

 

Die Wechseljahre: Welche Haar-, Gesichts- und Körperpflege ist jetzt wichtig?

Veränderungen der Haut innerhalb der Wechseljahre müssen nicht hingenommen werden. Wird die Haut beispielsweise dünner und trockener, sind reichhaltige Pflegeprodukte mit einem erhöhten Anteil an Feuchtigkeit und Fett die richtige Wahl. Die regelmäßige Anwendung von Masken und Seren hilft der Haut ebenfalls dabei, elastisch zu bleiben. Auch eine spezielle Augencreme ist jetzt unverzichtbar, denn die Haut ist rund um die Augen sehr dünn und neigt jetzt schnell zu Knitterfältchen.

Bei der Auswahl der Pflegeprodukte sollte unbedingt auf die Inhaltsstoffe geachtet werden.

 

Sinnvolle Inhaltsstoffe für die Hautpflege der Wechseljahre:

  • Glycerin
  • Hyaluronsäure
  • Urea
  • Retinol (Vitamin A)
  • Peptide
  • Coenzym Q10
  • Antioxidantien wie die Vitamine C und E
  • Spurenelemente (Kupfer, Mangan, Magnesium)

 

Die Wechseljahre und ein sorgfältiges Make-up schließen einander nicht aus. Produkte mit einem leichten Schimmer bieten sich jetzt besonders an, da matte Präparate kleine Fältchen und trockene Haut unschön hervorheben. Auch loser Puder sollte jetzt nur ganz sparsam verwendet werden.

 

Wenn die Talgdrüsen während der Wechseljahre zu viel Fett produzieren, weil sie durch die vermehrte Ausschüttung von Androgenen übermäßig angeregt werden, kann sich eine Spätakne (Akne Tarda) bilden. Milde Cremes und Waschgele mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen schaffen hier Abhilfe. Auf Produkte mit Sodium-Laureth oder sogenannten Lauryl-Sulfaten sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, da solche Tenside im Verdacht stehen, die Bildung von Mitessern zu fördern. Auch Produkte gegen jugendliche Hautunreinheiten beziehungsweise Pubertätsakne sind jetzt eher ungeeignet, da unreine reife Haut grundsätzlich eher trocken ist. Dazu gehören auch alkoholhaltige Lotionen und Pflegemittel, denn sie trocknen die Haut zusätzlich aus.

Die optimale Pflege ist daher ein Mix aus antibakteriellen Inhaltsstoffen und Anti-Age-Substanzen. Tipp: Als schnelle SOS-Hilfe gegen Pickel innerhalb der Wechseljahre bieten sich Teebaumöl, eine Zinksalbe oder spezielle Pickel-Stopper mit Salizylsäure an. Zu aggressive Produkte greifen jedoch den Säureschutzmantel der Haut an.

Nur bei einer sehr stark ausgeprägten Spätakne wird der Hautarzt die Einnahme von Antiandrogenen empfehlen.

Damit das männliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT) während der Wechseljahre nicht die Haarwurzeln angreift und der sogenannte menopausale Haarausfall keine dramatischen Folgen hat, empfehlen sich Haarpflegeprodukte, die eine Kombination aus Inhaltsstoffen wie Koffein, Weizenauszügen, Phytoflavonen und dem Provitamin B5 enthalten. So kann Koffein beispielsweise vor hormonbedingter Erschöpfung des Haarwachstums schützen, während das Provitamin B5 die Haarstruktur regeneriert. Phytoflavone haben dagegen eine östrogenähnliche Wirkung, die zur Stärkung des Haares beiträgt. Auf Produkte mit Alkohol und Silikonen ist unbedingt zu verzichten.

Zusätzlich können Dragees mit B-Vitaminen, Proteinen und Aminosäuren sinnvoll sein. Diese Nahrungsergänzungsmittel sollten auf Basis einer Blutuntersuchung bei Ihrem Arzt des Vertrauens begleitet werden. Anhand der Analysierte können Sie dann gezielt Präparate nehmen, die Ihre Defizite an Vitaminen, Spurenelemente etc. ausgleicht. Das kommt dann letztendlich Ihrer Haut auch zugute, denn die positive Wirkung von Hyaluron- und Kollagendrinks ist wissenschaftlich schon bewiesen.

Ist der Haarverlust extrem, sollte abgeklärt werden, ob nicht andere Ursachen vorliegen. Mögliche Auslöser, die nicht unbedingt auf die Wechseljahre zurückzuführen sind, können Eisenmangel, Probleme mit der Schilddrüse und übermäßiger Stress sein.

 

Die Wechseljahre: mit der richtigen Kosmetik kein Grund zur Panik

Schlaffe trockene Haut, Pickel und Mitesser oder die immer dünner werdende Haarpracht: Sehr viele Frauen (und Männer!) leiden unter den optischen Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Werden Haut und Haare jedoch optimal gepflegt, lassen sich die Probleme gut in den Griff bekommen. Das A und O ist, auf Kosmetika zurückzugreifen, die auf die speziellen Bedürfnisse von Haut und Haaren während der Wechseljahre abgestimmt ist. Cosmacon entwickelt für Sie gerne entsprechende hochwertige Formulierungen.