Mycosporin-ähnliche Aminosäuren (MAA)

Einige Algenarten bilden sogenannte Mycosporin-ähnliche Aminosäuren (MAA). Diese Substanzen absorbieren UV-Strahlen und dienen als natürliche Sonnenschutzfilter. Die Algen absorbieren die kurzwellige UV-Strahlung und wandeln diese in unschädliche Wärmestrahlung um.

Mycosporine

Die bisher identifizierten Mycosporine sind in der Tabelle aufgeführt:

NameRλmax (nm)
PalythineHN320
MycosporineglycineO310
ShinorineN-CH(CO2H)CH2OH332
Asterina-330N-CH2CH2OH330
PalythinolN-CH(CH3)CH2OH330
Porphyra-334N-CH(CO2H)CH(OH)CH3332
UsujireneN-CH=CHCH3 (cis)356
Palythenic acidN-C(CO2H)=CHCH3337
PalytheneN-CH=CHCH3 (trans)360

 

Eine verfügbare Substanz ist Helioguard-365 (Mibelle) welche einen UV-Schutz bietet und Schäden der UV-induzierten Hautalterung reparieren soll. Eine irritierendes Potential, wie bei den herkömmlichen chemischen, wie physikalischen Nano-UV-Filtern, soll dabei nicht auftreten.

Die Mycosporine sind sehr gut löslich in polare Lösungsmittel (Wasser, Ethanol), allerdings nicht löslich in unpolaren Medien.

Die Mycosporine sind sehr stabil unter UV-Bestrahlung, der pH-Range von 1-11, in Gegenwart von reaktiven Sauerstoffspezies. Das ist natürlich wenig verwunderlich, wurden die Mycosporine evolutionär von den Algen synthetisiert um sich effektiv vor den Gefahren im Meer zu schützen.

Das macht diese Stoffgruppe auch so interessant, weil die Mycosporine unter den stressigsten Bedingungen, keine Radikale bilden und somit selbst nicht sensibilisierend wirken.

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