Malate

Malate; Äpfelsäure;Di-C12-13 Alkyl Malate

Äpfelsäure (auch 2-Hydroxybernsteinsäure genannt) kommt im Stoffwechsel aller Zellen vor und ist im menschlichen Organismus an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Die Salze und Ester der Äpfelsäure tragen die Bezeichnung Malate. In der Natur ist sie vor allem in den unreifen Früchten zahlreicher Obstsorten enthalten.

Und zwar nicht nur in Äpfeln selbst, sondern auch in Quitten, Stachelbeeren, Weintrauben und einigen anderen Sorten. Sie ist unter anderem für den sauren Geschmack unreifer Früchte verantwortlich. Mit zunehmender Reife nimmt der Gehalt an Äpfelsäure ab und der Zuckergehalt steigt. So verhindert die Natur, dass Tiere die noch unreifen Früchte fressen und den ebenfalls noch unreifen Samen verteilen, was für die Fortpflanzung des Baums oder Strauchs von Nachteil wäre.

Die Säure konnte im Jahre 1785 erstmals von dem deutsch-schwedischen Physiker und Apotheker Carl Wilhelm Scheele aus Apfelsaft isoliert werden.

Und diese sind mindestens genauso interessant. So werden beispielsweise Kaliummalat (E351), Natriummalat (E350) und Kalziummalat (E352) in der Lebensmittelindustrie als offizielle Lebensmittelzusatzstoffe geführt. Sie dienen als Stabilisatoren, Säureregulatoren und Feuchthaltemittel. Einsatzbereiche sind vor allem Fruchtsäfte, Konfitüren und Gelees sowie Obst- und Gemüsekonserven.

Sowohl die Äpfelsäure als auch die Malate gelten als gesundheitlich vollkommen unbedenklich.

 

Malate und ihre Vorteile

Kalziummalat enthält einen hohen Anteil an elementarem Kalzium und trägt somit zur Aufrechterhaltung von Zähnen und Knochen, einem optimalen Energiestoffwechsel und einer normalen Muskelfunktion bei.

Kaliummalat, das doppelte Kaliumsalz der Äpfelsäure, wirkt geschmacksverstärkend und kann dazu beitragen, in zuckerfreien Lebensmitteln weniger Süßstoff einzusetzen. Fast noch interessanter ist jedoch die Tatsache, dass Kaliummalat Antioxidationsmittel in ihrer Wirkung unterstützt.

Magnesiummalat wird zunehmend als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. In entsprechenden Produkten ist das Magnesium an das Salz der Apfelsäure gebunden. Grundsätzlich wird Magnesiummalat vom Körper viel schneller aufgenommen und verstoffwechselt als beispielsweise Magnesiumcitrat oder Magnesiumoxid, weil der menschliche Organismus Malate leichter aufspalten kann. Diese ausgezeichnete Bioverfügbarkeit kommt zwar in erster Linie unseren Muskeln, darüber hinaus aber auch unseren Nerven und unserer Psyche zugute. Insgesamt sorgt der Stoff für ein reibungsloses Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Er verbessert die Leistung unserer Zellen und trägt zu einer verbesserten Reizweiterleitung bei.

Zinkmalat, das Zinksalz der Äpfelsäure, schützt vor oxidativem Stress und unterstützt das Immunsystem. Es spielt eine wesentliche Rolle bei der Gesunderhaltung von unserer Haut, den Haaren sowie unseren Nägeln. Dieses spezielle Malat ist auch unter dem Namen Apfelzink bekannt.

 

Malate in der Kosmetik

Malate spielen in der Lebensmittelindustrie schon lange eine wichtige Rolle und werden auch als Nahrungsergänzungsmittel zunehmend interessanter. Noch relativ neu ist die Erkenntnis, dass Malate auch für die Kosmetik von hoher Bedeutung sind. Die Tatsache, dass sie vor oxidativem Stress schützen, macht sie vor allem für hochwertige Hautpflegeprodukte interessant. Auch für anspruchsvolle Haar- und Nagelpflegeprodukte sind Malate vorteilhaft, da sie einen stärkenden und gesund erhaltenden Effekt haben. Darüber hinaus unterstützen sie andere Antioxidationsmittel in ihrer Wirkung. Malate gelten nach heutigem Erkenntnisstand als nicht allergieauslösend, auch eine Überdosierung ist quasi ausgeschlossen. Sie sind somit selbst für empfindliche Haut eine ideale Lösung.

 

Steckbrief Calciummalat

INCI: Calcium Malate

Alternative Bezeichnungen: Calcium-alpha-hydroxysuccinat, Calcium-DL-malat

CAS-Nummer: 17482-42-7

EINECS-Nr: 241-498-1

Beschreibung: farbloser Feststoff

Löslichkeit: unlöslich in Ethanol, wenig löslich in Wasser

 

Steckbrief Kaliummalat

INCI: Dipotassium Malate

CAS-Nummer: 585-09-1

EINECS-NR: 209-549-2

Zustand: fest

Einsatzgebiet: vorwiegend als Lebensmittelzusatzstoff (E 351) ohne Höchstmengenbeschränkung

 

Steckbrief Magnesiummalat

INCI: Magnesium Malate

Cas-Nummer: 869-06-7

EINECS-Nr: 212-784-3

Beschreibung: weißer Feststoff

 

Wir arbeiten gerne mit diesen malatbasierten Rohstoffen:

HandelsnameINCIHerstellerBemerkung
Solbrol FA Aqua + Lactic Acid + Malic Acid + Propanediol + Citric Acid + Glycolic Acid + Ascorbic Acid + Tartaric Acid + Gluconic Acid Lanxess
IRAFruit A.H.A. Propylene Glycol + Lactic Acid + Aqua + Solanum Lycopersicum (Tomato) Fruit/Leaf/Stem Extract + Citrus Limon (Lemon) Fruit Extract + Citrus Grandis (Grapefruit) Fruit Extract + Vaccinium Myrtillus Fruit Extract + Citric Acid + Malic Acid Rahn AG
DISM10M5Diisostearyl Malate + SilicaKobo
PELEMOL DISMDiisostearyl MalatePhoenix
Ceraphyl 45Diethylhexyl MalateAshland
Schercemo DISM EsterDiisostearyl MalateLubrizol
PELEMOL DISM-VDiisostearyl MalatePhoenix
COSMACOL EMIDi-C12-13 Alkyl MalateSasol
PELEMOL D5R-VPropanediol Dicaprylate/Caprate + Diisostearyl MalatePhoenix
Ama-oilHelianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil + Amaranthus Caudatus Seed Extract + Diisostearyl Malate + Rosmarinus Officinalis (Rosemary) Leaf Extract Provital Group
ÄpfelsäureMalic AcidBrenntag