Halal - Muslime - Haram

Als die am schnellsten wachsende Religion, leben derzeit rund 2,4 Milliarden Muslime in allen Teilen der Welt. Daher begann die Nachfrage nach Halal-Produkten und- Dienstleistungen zu wachsen.

 

Halal vs Haram

Der Begriff “Halal” ist den meisten aus  der Lebensmittelindustrie bekannt. Für Muslime muss das Konzept von Halal auch in anderen Lebensbereichen anwendbar sein, einschließlich der Beauty- und Personal Care-Produkte.

 

Halal oder sein vollständiger Begriff “Halalantoyyiban” bedeutet auf Arabisch zulässig. Es ist wichtig, dass die Muslime nur das konsumieren, was mit der Islamischen Scharia vereinbar ist. Denn es ist Gottes Gebot in Islam, dass ein Muslim nur das konsumieren darf, was für ihn sauber und gesund ist und keine schädlichen Auswirkungen hat. Zutaten wie Schweinefleisch und seine Derivate, Khamr oder Likör, Blut, fleischfressende Tiere und von Tieren abgeleitete Materialien, die nicht aus Halal stammen, gelten as “Haram” oder dürfen nicht verzehrt werden.

 

Halal-Zertifizierung

Nach dem Bericht von Grand View Research in 2017 wurde der weltweite Halal-Markt im Jahr 2015 auf 16,32 Milliarden USD oder 15,14 Milliarden Euro geschätzt und soll bis 2025 52 Milliarden USD erreichen. Aus diesem Grund versuchen immer mehr Kosmetikfirmen auf der ganzen Welt, ihre Produkte auf dem muslimischen Markt zu bringen.

 

Heutzutage gibt es viele Unternehmen, die sich freiwillig um eine Halal-Zertifizierung bewerben. Nicht nur um ihre Kunden zu erweitern, sondern auch um den allgemeinen Verbrauchern die Gewissheit zu geben, dass ihre Produkte sicher in der Anwendung, hygienisch und qualitativ hochwertig sind.

 

Auf Grund der Abwesenheit von offiziellen Regierungsbehörden in den westlichen Ländern, die die Halal-Zertifizierung reguliert, gibt es viele private Halal-Zertifizierungsstellen, die dies tun können. Für Hersteller kann jedoch dieses Thema etwas verwirrend sein, bei welcher privaten Stelle sie die Halal-Zertifizierung beantragen sollen. In diesem Fall müssen die Hersteller daher sicherstellen, dass die Halal-Zertifizierungsstellen von bekannten Islamischen Räten aus Ländern mit größer Muslimischen Bevölkerung akkreditiert sind, wie z.B. MUI Indonesien, JAKIM Malaysia, MUIS Singapur und CICOT Thailand.

 

Ablauf der Halal-Zertifizierung

Es hängt von den Zertifizierern ab, aber ein typischer Halal-Zertifizierungsprozess beginnt in der Regel mit der Beantragung von dem Unternehmen an den Zertifizierer, der dann eine Vorbewertung durchführt, um zu entscheiden, ob das Produkt, das das Unternehmen zertifizieren möchte, für den Halal-Bereich geeignet ist. Wenn ja, dann muss das Unternehmen alle für den Bewertungsprozess erforderlichen Unterlagen einreichen nämlich die Liste aller Rohstoffe des Produkts und der Lieferanten, welche Zusatz- bzw. Hilfsstoffe verwendet werden, Schmierstoffe, Verpackungsmaterialien und das Reinigungsmittel, das für die Reinigung der Maschine verwendet wird.

 

In diesem Fall wäre es ideal, wenn das Unternehmen bereits Halal-zertifizierte Rohstoffe verwendet. Deshalb ist es notwendig, Lieferanten zu wählen, die Halal bereits kennen, so dass es keine Schwierigkeiten geben wird, das Zertifikat von ihnen zu erhalten. Es wird auch dringend empfohlen, dass das Unternehmen keine kritischen Inhaltsstoffe wie Ethanol, tierische Gelatine oder Kollagen und andere tierische Inhaltsstoffe verwendet, um einen einfacheren Zertifizierungsprozess zu haben.

 

Der nächste Schritt wäre ein On-Site-Audit. Dieser Schritt ist für den Zertifizierer entscheidend, um die Legitimität der bereitgestellten Dokumente nachzuweisen. Bei der Durchführung des Audits kann der Zertifizierer auch persönlich sehen, ob der Hersteller eine qualitativ hochwertige Produktion durchführt und ob ein ordnungsgemäßer und gründlicher Reinigungsprozess durchgeführt wird. Vor allem ist es wichtig zu wissen, ob eine richtige Trennung ausgeführt wird. Wenn es eine nicht-Halal-Inhaltsstoff bzw. -Material, das in der Produktionsstätte oder im Lager vorhanden ist, muss durch eine Kompletttrennung eine Kreuzkontamination unbedingt vermieden werden, um die Integrität des Halal-Produkts zu gewährleisten.

 

Wenn es um die Halal-Zertifizierung geht, ist es außerdem wichtig, dass die Hersteller klare Rückverfolgbarkeit von den Produkten haben, da ist es nach der Islamischen Scharia wichtig, die Herkunft von konsumierten Produkten genau zu wissen.

 

Nach umfassenden Einblicken in das Unternehmen und den Herstellungsprozess kann sich der Halal-Zertifizierer für die Ausstellung des Zertifikats entscheiden. Je nach Kritikalität des Produkts gilt die Halal-Zertifizierung in der Regel für ein Jahr. Nach einem Jahr muss der Hersteller das Zertifikat erneuern und der Rezertifizierungsprozess durchgeführt werden.

 

Mit über 25 Jahren Erfahrung sind wir bei Cosmacon GmbH uns der Bedeutung der Halal-Kosmetik bewusst. Wir können einen Service zur Formulierung Halal-konformer Kosmetikprodukte anbieten, für diejenigen die ihre Marken auf Muslime ausweiten möchten.

Sprechen Sie uns gerne an.