Castaline – Der natürliche Wirkstoff zur Pflege atopisch empfindlicher Haut

Castanea sativa reifende Früchte in stacheligen Hülsen, essbare versteckte Samenkerne, die an Ästen hängen, grüne Blätter, braune schmackhafte Nüsse in Schalen

Einführung

In der Welt der Kosmetik wächst der Bedarf an natürlichen, wirksamen Inhaltsstoffen zur Behandlung sensibler und insbesondere atopisch empfindlicher Haut stetig. Mit Castaline wurde ein innovativer, natürlicher Wirkstoff entwickelt, der die drei Hauptbarrieren der Haut – die physikalische, mikrobielle und immunologische – gezielt unterstützt. Gewonnen aus den Blättern der französischen Edelkastanie (Castanea sativa), ist Castaline nicht nur nachhaltig und lokal produziert, sondern auch wissenschaftlich validiert. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf Castaline, seine physiko-chemischen Eigenschaften, seine Wirksamkeit und Anwendungsmöglichkeiten in der Kosmetik.

 

 

Herkunft und Herstellung

Castaline ist ein Extrakt aus biologisch zertifizierten Kastanienbaumblättern, die in Frankreich, insbesondere in der Ardèche und im Cher, manuell geerntet werden. Dabei wird auf eine nachhaltige Gewinnung geachtet: Es handelt sich um ein Nebenprodukt der Kastanienproduktion – die Blätter stammen von jungen Bäumen, die keine Früchte tragen.

Der Extrakt zeichnet sich durch seinen Reichtum an Flavonoiden aus, insbesondere Astragalin und Miquelianin, die für ihre entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften bekannt sind.

 

 

Physiko-chemische Eigenschaften von Castaline

INCI: Glycerin (und) Water (und) Castanea Sativa Leaf Extract

Aussehen: Sirupartige Flüssigkeit, dunkelgelb bis bernsteinfarben

Geruch: Charakteristisch

Löslichkeit: Wasserlöslich

Konservierungssystem: Ohne

Dosierungsempfehlung: 2%

pH-Bereich für Formulierungen: 3 – 7

Temperaturstabilität: Bis 80 °C (Heiß- oder Kaltprozess)

Lagerbedingungen: 10–30 °C, Haltbarkeit: 18 Monate

Natürlichkeit (ISO 16128): 100 % natürlichen Ursprungs, Cosmos-Zertifizierung in Arbeit

 

 

Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit

Castaline wurde intensiv in vitro sowie in klinischen Studien getestet. Dabei zeigte der Wirkstoff signifikante Erfolge bei der Wiederherstellung der Hautbarriere sowie bei der Reduktion von Entzündungsreaktionen.

 

Klinische Studie

In einer Doppelblindstudie mit 22 Probanden (18–66 Jahre, EASI-Score 3–11) wurde eine Emulsion mit 2% Castaline über 56 Tage appliziert. Die Ergebnisse sprechen für sich:

  • TEWL (Transepidermaler Wasserverlust): -27 % nach 56 Tagen
  • pH-Wert: -0,26 pH-Einheiten – signifikante Wiederherstellung des Säureschutzmantels
  • EASI-Score: -43 % Reduktion der Entzündungszeichen
  • Selbsteinschätzung: 82 % empfanden verbesserte Hautfeuchtigkeit, 73 % mehr Weichheit und weniger Reizungen
  • Wirksame Konzentration: Schon 0,03 % Castaline zeigte eine Reduktion von IL-8 (Entzündungsmediator) um bis zu 76 %. In der Praxis wird 2 % empfohlen, um optimale klinische Ergebnisse zu erzielen.

 

 

Vorteile von Castaline

  • Multifunktionale Wirkung: Castaline wirkt gleichzeitig auf die drei Hauptbarrieren der Haut: physikalisch, mikrobiell und immunologisch.
  • Nachhaltigkeit: Ressourcenschonende Herstellung aus Nebenprodukten der Kastanie.
  • Wissenschaftlich validiert: Nachgewiesene Wirksamkeit in 2D- und 3D-Hautmodellen sowie in klinischen Studien.
  • Natürlicher Ursprung: 100 % natürlich, biologisch zertifiziert (in Arbeit), keine Konservierungsmittel.
  • Breite Formulierbarkeit: Geeignet für Cold-Processing und Heißprozesse, kompatibel mit einer Vielzahl kosmetischer Rezepturen.

 

 

Mögliche Nachteile von Castaline

  • Stabilität bei höheren Temperaturen: Bei Lagerung über 45 °C kann es zu leichten Farbveränderungen kommen.
  • Spezialisierter Einsatzbereich: Besonders effektiv bei atopisch empfindlicher Haut – für andere Hauttypen eventuell weniger gezielte Wirkung.
  • Kostenfaktor: Aufgrund der manuellen Ernte und nachhaltigen Produktion könnte Castaline preislich über durchschnittlichen Wirkstoffen liegen.

 

 

Ideale Einsatzbereiche in kosmetischen Produkten

Angesichts seiner Wirkweise ist Castaline prädestiniert für Produkte, die auf die Bedürfnisse empfindlicher, trockener oder zu Neurodermitis neigender Haut eingehen. Hier einige Produktideen:

  • Beruhigendes Serum für das Gesicht: Leichte Formulierung zur täglichen Anwendung bei gereizter Haut, zur Reduktion von Rötungen und zur Stärkung der Hautbarriere.
  • Reparierende Bodylotion: Reichhaltige Emulsion mit 2 % Castaline, ergänzt durch feuchtigkeitsspendende Lipide wie Sheabutter oder Squalan.
  • Intensiv-Pflegebalsam für Kinderhaut: Parfümfrei, dermatologisch getestet, ideal bei akuten Schüben atopischer Dermatitis.
  • After-Sun-Pflege: Regenerierende Lotion nach dem Sonnenbad – Reduktion von Entzündungen und Unterstützung der Hautregeneration.
  • Handcreme für stark beanspruchte Hände: Schutz und Pflege bei häufigem Händewaschen und Kontakt mit Reizstoffen.

 

 

Zusammenfassung

Castaline ist ein herausragender Wirkstoff mit echtem Mehrwert für die moderne Kosmetik. Seine dreifache Wirkweise – Stärkung der physikalischen Barriere, Schutz vor mikrobiellen Angriffen und Reduktion von Entzündungen – macht ihn besonders wertvoll für Pflegeprodukte bei atopischer Haut. Die umfangreiche wissenschaftliche Dokumentation sowie der biologische Ursprung unterstreichen seine Attraktivität für Marken, die auf natürliche, wirksame und nachhaltige Inhaltsstoffe setzen.

Wenn Sie planen, ein innovatives Kosmetikprodukt mit Castaline zu entwickeln, sind Sie bei Cosmacon GmbH genau richtig. Als erfahrener Entwicklungspartner für kosmetische Marken unterstützen wir Sie bei der Umsetzung maßgeschneiderter Rezepturen – ob für sensible Hautpflege, dermatologische Anwendungen oder Naturkosmetik. Mit unserer Expertise verwandeln wir Wirkstoffe wie Castaline in erfolgreiche Produkte – zuverlässig, flexibel und zertifiziert.

 

 

Literatur:

Investigation into the Anti-Acne Effects of Castanea sativa Mill Leaf and Its Pure Ellagitannin Castalagin in HaCaT Cells Infected with Cutibacterium acnes.

Piazza S, Martinelli G, Maranta N, Pozzoli C, Fumagalli M, Nicolaci V, Sonzogni E, Colombo L, Sangiovanni E, Dell’Agli M.Int J Mol Sci. 2024 Apr 27;25(9):4764.