Cardiospermum Halicacabum Flower/Leaf/Vine Extract - Herzsamen

Die Ballonrebe ist eine hübsche einjährige Kletterpflanze, die ursprünglich aus Indien stammt, mittlerweile aber auch in Süddeutschland und in der Schweiz (vor allem in Weinanbaugebieten) kultiviert wird. Sie trägt auffallende, ballonähnliche Früchte, in denen erbsengroße Samen mit einem herzförmigen Mal liegen, und gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Der berühmte schwedische Naturforscher Carl von Linné gab der Pflanze 1753 den wissenschaftlichen Namen Cardiospermum halicacabum. Cardiospermum bedeutet übersetzt „Herzsame“ und bezieht sich auf die schwarzen Samen, die ein weißes herzförmiges Mal tragen. Der Begriff „halicacabum“ ist die griechische Bezeichnung für Salzfass, was auf die aufgeblasene Optik der Früchte zurückzuführen ist. Da die Ballonrebe sehr viele schäumende Saponine enthält, wurden ihre Samen in früheren Zeiten häufig zum Waschen verwendet. Teilweise dienten sie aber auch als Ersatz für Knöpfe oder Rosenkranzperlen. Im indischen und im karibischen Raum wird aus den Blättern der Ballonrebe Tee zubereitet: Er soll bei schwangeren Frauen die Wehentätigkeit anregen. Weitere traditionelle Anwendungsgebiete sind Erkrankungen der Atemwege, Rheuma, Menstruationsstörungen, Wundheilungsstörungen sowie Störungen des Verdauungstrakts und der ableitenden Harnwege.

 

Die Ballonrebe und ihre Bedeutung in der Homöopathie, Dermatologie und Kosmetik

Zahlreiche Studien zeigten bereits, dass die Ballonrebe einen entzündungshemmenden, beruhigenden und Juckreiz stillenden Effekt auf Haut und Schleimhaut hat. Trotzdem gehört die Ballonrebe noch zu den verhältnismäßig neuen Mitteln, denn erst seit etwa zwanzig Jahren wird in Europa ihre Wirksamkeit beschrieben.

Die Pflanze empfiehlt sich zur äußerlichen Behandlung bei trockener, juckender Haut sowie bei Dermatitis und Ekzemen. Gute Erfolge zeigt sie bei Neurodermitis (atopischer Dermatitis), dem Austrocknungsekzem (Exsikkationsekzem), bei Schuppenflechte, Nesselsucht sowie beim allergischen Kontaktekzem. Sie schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust und reduziert Hautrötungen. Des Weiteren kann sie die Heilung von schmerzenden Rissen unterstützen, die beispielsweise bei sehr trockener Haut auftreten.

Eine äußerliche Therapie mit der Ballonrebe soll bei ekzematöser Dermatose dazu führen, dass auf die lokale Anwendung von Kortikoiden im besten Fall vollständig verzichtet werden kann. Nicht umsonst wird die Kletterpflanze gerne als pflanzliches Kortison bezeichnet. Zwar sind dermatologische Produkte mit der Ballonrebe nicht ganz so effektiv wie herkömmliches Kortison, dafür sind aber auch keine starken Nebenwirkungen zu erwarten. Man könnte auch sagen, dass Präparate mit der Kletterpflanze auf perfekte Weise die Lücke zwischen einer klassischen Basispflege mit fetthaltigen Produkten und kortisonhaltigen Präparaten schließen. Nicht zuletzt dient die Pflanze bei Krankheitsbildern wie entzündlichen Hautveränderungen auch als zuverlässige Rezidivprophylaxe. Für Formulierungen werden meist die frischen oberirdischen Teile (Kraut beziehungsweise Blätter) der blühenden Ballonrebe verwendet, aus denen sich eine sogenannte Ur-Tinktur (ein ethanolischer Auszug) herstellen lässt. Diese Ur-Tinktur lässt sich problemlos den verschiedensten Formulierungen beimischen. In der Homöopathie werden häufig Cardiospermum-Globuli verabreicht.

Die Einsatzmöglichkeiten in der Dermatologie und Kosmetik sind breit gefächert. Ob Körperpflege-Öl, Hand- und Nagelpflege, Lippenbalsam, Sonnen- und Tagespflege, Lotion oder sogar für die Rasur und Bartpflege, die Ballonrebe bietet sich überall dort an, wo die Haut stark beansprucht und/oder entzündlich ist. Als Kopfhautfluid lindert sie lästigen Juckreiz.

Als besonders effektiv im Akutfall gelten jedoch Cremes und Salben mit der Ballonrebe. Wenn es auf der Haut also stark juckt, wird die betroffene Stelle mehrmals pro Tag mit einer Ballonreben-Salbe eingestrichen. Bei sehr akuten Beschwerden bieten sich auch Salbenkompressen an.

 

Die Inhaltsstoffe der Ballonrebe

Der Ölanteil bei Cardiospermum-halicacabum-Samen ist ausgesprochen hoch und liegt bei etwa 33 Prozent. Von Bedeutung sind vor allem langkettige Fettsäuren wie Lignoccerinsäure, Arachidinsäure, Stearinsäure und Ölsäure. Doch auch die anderen Pflanzenteile punkten mit wertvollen Inhaltsstoffen. Hier sind vor allem die Gerbstoffe, Triterpensaponine, pentacyclische Triterpenglykoside, Flavonoide (unter anderem Apigenin und Luteolin), Alkaloide und Phytosterole zu erwähnen. Bei der antiekzematösen Wirkung der Pflanze spielen hauptsächlich die Flavone und Flavonolglycoside eine Rolle.

Die Inhaltsstoffe der krautigen Schlingpflanze sind gut verträglich. Überempfindlichkeitsreaktionen wurden bislang nur sehr selten beobachtet. Nach heutigen Erkenntnissen ist der Einsatz von Präparaten mit der Ballonrebe auch über einen längeren Zeitraum ohne Probleme möglich. Auch die Selbstbehandlung gilt bei verantwortungsbewusster Handhabung als unbedenklich. Darüber hinaus eignen sich die Produkte je nach Konzentration auch für Kinder.

 

Steckbrief Ballonrebe

INCI: Cardiospermum Halicacabum Flower/Leaf/Vine Extract

Botanische Bezeichnung: Cardiospermum halicacabum

CAS-Nummer: 89958-27-0

EINECS/ELINCS-Nummer: 289-651-1

Alternative Bezeichnungen: Mönchsköpfchen, Kanphuti, Ballonwein, Herzsame

Wirkung: stark entzündungshemmend, schützt die Haut vor übermäßigem Feuchtigkeitsverlust, wirkt gegen Hautrötungen, Sonnenbrand und Juckreiz

Anwendungsgebiete: bei Ekzemen, Neurodermitis, Schuppenflechte, Nesselsucht sowie bei trockener und/oder entzündlicher Haut, ideal als pflanzlicher und sehr gut verträglicher Ersatz für topische Glucocorticoide

 

Die Ballonrebe in anspruchsvoller Kosmetik von Cosmacon

Ballonrebenextrakt bewährt sich hervorragend bei nahezu allen allergiebedingten und entzündlichen Erkrankungen der Haut, bei Ekzemen, Nesselsucht und Nesselfieber, Schuppenflechte sowie bei Neurodermitis. Die Inhaltsstoffe der Kletterpflanze Cardiospermum halicacabum sind sehr gut verträglich und eine sanfte Alternative zu Kortison. Dank der entzündungshemmenden, Juckreiz lindernden und hautpflegenden Eigenschaften lässt sich die Ballonrebe in zahlreiche anspruchsvolle Formulierungen integrieren. Fragen Sie uns: Wir unterstützen Sie gerne bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung.