Allergie – was tun?

Medizinische HautpflegeManchmal kommt es vor, dass ein Kosmetikprodukt eine Hautreaktion auslöst. Ursache hierfür könnte eine Allergie sein. Bei Verdacht auf eine Allergie, sollte ein Dermatologe aufgesucht werden. Ein Allergietest mit verschiedenen Allergenen bringt Gewissheit. Sollte ein Kosmetikrohstoff der Auslöser sein, lässt sich dieser durch Volldeklaration „INCI" ausfindig machen.

Was ist eigentlich eine Allergie?

Das Wort Allergie leitet sich von den griechischen Worten „allos" = anders und „ergon " = Reaktion ab. Es bezeichnet eine unnatürliche, starke Reaktion auf harmlose Stoffe. Diese Stoffe werden fachlich als Allergene bezeichnet und sind sehr individuell.

Bei Kontakt mit einem Allergen über die Haut oder Schleimhäute überwachen unsere Abwehrzellen die Eindringlinge fortwährend. Wenn dieser Eindringling fälschlicherweise als Bedrohung eingestuft wird, startet der Körper eine Abwehrkaskade. Das Immunsystem versucht durch geeignete Abwehr-Maßnahmen den Eindringling unschädlich zu machen. Diese Immunantwort, meist als Histaminausschüttung, passiert nun fortwährend bei jedem Kontakt mit dem Allergen. Die Reaktionen sind oft Anschwellen der Schleimhäute, laufende Nase, Augenbrennen oder -jucken, Hautrötungen. Außerdem können Quaddeln entstehen und als Spätreaktion vielleicht ein Ekzem.

Allergien können durch Medikamente begünstigt werden, durch Umwelteinflüsse, UV-Strahlung, trockene Haut, belastete Lebensmittel oder auch Schadstoffe aus Textilien .

Die Haut: Das Tor zur Außenwelt

Die meisten Allergene dringen über die Haut ein. Die Haut ist Schutzschild und erste Kontaktstelle für viele Arten von Stoffen. Oft tragen wir ein Großteil der Zeit Kleidung, die allein durch das Tragen die Haut reizt und beansprucht. Häufiges Waschen, Pflege mit preiswerten Pflegeprodukten oder auch Nichtpflegen machen es Allergenen einfach, die Hautbarriere zu durchdringen und eine Immunantwort auszulösen. Natürlich ist auch die Ernährung häufig eine Ursache, die letztendlich eine gestörte Haut zur Folge hat, weil wichtige Bausteine der Hautbarriere nicht gebildet werden können.

Zuerst kommt es zu den typischen Missempfindungen, wie kribbeln, Jucken oder brennen der Haut. Diese unsichtbaren Symptome werden im späteren Verlauf zu den sichtbaren Symptomen wie Hautrötungen, Schwellungen, schuppige Haut und schließlich die Ausbildung eines Ekzems. Jetzt reagieren die meisten von uns mit dem Kratzen und ein Teufelskreis beginnt. Jetzt kann meist nur noch medizinische Hautpflege helfen, die reizarm entwickelt worden ist.

Tipps für Allergiker:

  • Berücksichtigen Sie den Pollenflugkalender und wenn Ihr Allergen Saison hat, nutzen Sie eine fettige Bodymilk, sodass die Pollen vom schützenden Fettfilm gebunden werden.
  • Testen Sie neue Kosmetik zwei bis drei Tage am Unterarm und beobachten Sie Ihre Haut. Wenn keine Reaktion sichtbar wird, können Sie das Produkt am ganzen Körper verwenden.
  • Neue Kleidungsstücke sollten Sie vor dem Tragen waschen und beim Kauf auf das Öko-Label achten.
  • Verwenden Sie vor dem Aufenthalt in der Sonne- däquaten Sonnenschutz.
  • Waschen Sie regelmäßig Ihre Haare, weil sich hier viele Allergen sammeln können.
  • Verwenden Sie wertvolle, sanfte Kosmetika zur Stärkung Ihrer Hautbarriere.
  • Cremen Sie die Hände nach dem Waschen ein.
  • Tragen Sie nur echten Schmuck.