Tillvaext; Wachstum; Alexander Schwieger

Cosmacon hat einen neuen Partner für Innovationen: Tillvaext.

Was ist eigentlich Innovation? Müssen Innovationen immer neue Erfindungen sein und wer entscheidet eigentlich ob etwas innovativ ist?

Mit diesen Themen beschäftigt sich die Tillvaext GmbH und Co KG. Die neugegründete Innovationsberatung für Consumer Goods und Consumer Health Care Marken und Unternehmen. Chief Growth Officer und Gründer Alexander Schwieger hat in den vergangenen 20 Jahren Erfahrungen u.a. bei Henkel, L’Oréal, Beiersdorf und Roland Berger gesammelt. Der Manager mit schwedischen Wurzeln liebt die Themen Strategie, Marketing und Vertrieb und am meisten Spaß macht ihm das Thema Innovation und Wachstum.

Daher auch der Name Tillvaext was auf Schwedisch so viel bedeutet wie Wachstum.

Im nachstehenden Interview mit dem Gründer Alexander Schwieger stellen wir die Dienstleistungen von Tillvaext vor:

Was macht Tillvaext?

„Wir helfen primär Unternehmen, die sich mit einem Konsumenten beschäftigen. Dies sind zumeist Markenartikelunternehmen, Consumer Health Companies sowie Handelsunternehmen. Wir bieten keine Einheitslösungen, sondern erarbeiten und begleiten unsere Kunden. Wir arbeiten Hand in Hand und entwickeln Lösungen und Prozesse – gemeinsam. Meistens existieren die Lösungen innerhalb der Unternehmen. Häufig fehlt nur die richtige Frage. Ein Blick von außen kann da durchaus helfen – Sie wissen ja die Geschichte mit den Bäumen und dem Wald.

Als Berater wissen wir nichts besser. Wir kommen nicht und restrukturieren das Unternehmen. Wir helfen viel mehr das Mindset (die Einstellung) von innen zu verändern. Hierbei nimmt man die Teams mit und versucht die Ausrichtung mehr auf den Endkonsumenten auszurichten. Das passiert nicht über Nacht. Sicher ist jedoch, Mitarbeiter, welche schon mal einen echten Endkonsumenten kennengelernt haben, entwickeln bessere Innovationen.“

Wer ist Tillvaext?

„Wir sind im ersten Schritt erst einmal ich, Alexander. Ich glaube an agile Organisationen und Lösungen von innen. Ich habe aber auch eine Reihe von Experten in meinem Netzwerk welche für unterschiedliche Fragestellungen herangezogen werden können, wenn dies benötigt wird. Dies hält die Kosten unter Kontrolle und die Qualität und die Standards hoch. Was aber noch wichtiger ist, wir binden die Mitarbeiter des Unternehmens mit ein. Dies hilft bessere Lösungen zu finden und gleichzeitig mögliche interne Widerstände zu reduzieren. Man zahlt bei uns nur für das was man auch wirklich braucht und nicht für das was wir anbieten; bzw. verkaufen müssen.“

Woher kommt die Idee?

„Ich habe viele Innovationsprojekte geleitet. Ich habe lokale und internationale Marketingteams sowie Geschäftsbereiche geführt und erfolgreich neue Produkte entwickelt. Gleichzeitig habe ich viele Fehler gemacht und gelernt was man besser machen kann. Ich habe potenzielle Fehlerstricke in Konzernen erkannt welche Innovationskiller sind. Dank des Erfolges bin ich in der Hierarchie aufgestiegen, jedoch immer weiter weggetrieben von dem Teil im Business den ich eigentlich am meisten liebe – dem Konsumenten. Ich liebe die Konsumenten. Ich liebe mich in neue Problemstellungen und Herausforderungen einzuarbeiten und mit Teams an Fragestellungen zu arbeiten – im Maschinenraum. Als Geschäftsführer ist man irgendwann mehr mit Politik beschäftigt als mit dem Endkunden.“

Nennen sie doch mal einen Fehlerstrick?

„Fehlerstricke können banal sein. Man kann den besten Consumer Insight der Welt finden und baut ein Produkt welches komplett am Konsumenten vorbeigeht. Hier können Veränderungen in der Organisation die Schuld tragen. Der klassische Handover Fail. Es kann sein das die „Highest Paid Opinion“ im Raum zu dominant ist und anfängt Eigenschaften oder Worte im Konzept zu verändern. Es kann aber auch an so banalen Themen scheitern wie Produkttests für Winterprodukte im Sommer durchzuführen und vice versa.“

Aber was ist denn jetzt eine Innovation?

„Produkte und Services sind nichts anderes als Lösungen für bestehende Probleme, Herausforderungen und Konsumentenbedürfnisse. Eine Innovation ist eine verbesserte Lösung. Sie befriedigt ein Bedürfnis besser, einfacher, schneller als die bisherigen Angebote. Es kann sich hierbei um ein Produkt, einen Service oder auch eine Zeile Code eines Softwareprogramms oder Apps handeln.“

Wer entscheidet denn ob etwas innovativ ist oder nicht?

„Die Entscheidung liegt einzig und allein beim Konsumenten. Sie entscheidet ob sie eine neue Lösung für besser und damit für innovativ befindet. Häufig sind es gar nicht neue Produkte, sondern anders eingesetzte Produkte, die eine Lösung innovativ werden lassen. Für Innovationen bedarf es keiner Neu-Erfindung. Innovationen sind häufig Verbesserungen oder Adaptionen von Bestehendem. Jeder der schon mal LEGO ohne Plan gebaut hat kennt dies. Da gibt es immer einen Stein der noch besser passt. In Marketing Textbüchern werden die Kundenbedürfnisse anschaulich „Jobs to be done“ genannt. Ein Produkt oder Service hat eine gewisse Aufgabe zu erfüllen – einen Job. Wenn dieser besser erfüllt wird als vorherige Lösungen es getan haben, dann wird der Konsument dies zu schätzen wissen. Die Kunst im Innovationsmanagement ist im ersten Schritt zu verstehen was der Job to be done eines Produktes ist um dann wirklich aus den Augen des Konsumenten Lösungen zu finden.“

Wie sieht es aus mit Innovationen in der Fertigung

Natürlich gibt es auch Innovationen im Produktionsprozess oder in anderen Schritten der Wertschöpfung. Diese haben jedoch häufig keinerlei Einfluss auf die Wahrnehmung des Kunden und somit auch keinen Wert für die Kundin.“

Können Sie eine Innovation benennen?

„Eines meiner Lieblingsbeispiele für Innovation ist die kopfstehende Plastik-Ketchup Flasche. Ein unfassbar banaler Insight und trotzdem entstand die Innovation erst lange nachdem es die nötigen Teile für die Lösung längst gab. Musste man erst Plastik erfinden? Nein, und auch die Schwerkraft gab es bereits vorher. Wie sind die Verpackungsingenieure und Marketers auf die Lösung gekommen? Sie haben sich in die Rolle der Konsumenten versetzt. Das ist alles was wir machen. Wir besuchen echte Konsumenten. Wir sind neugierig und stellen Fragen. Wir verstehen, wann und in welcher Situation sie unsere Produkte benutzen, kaufen und wo sie sie aufstellen und lagern. Es gibt Millionen von möglichen Innovationen. Jedes Mal wenn Sie sich die Zunge an einem Coffee to go verbrennen, wenn eine frisch gereinigte Bluse vom Bügel rutscht oder der Regenschirm nicht aufgeht sind die Momente in denen sie nach Innovation schreien. Was ist für Sie eine tolle Innovation; bzw. was wünschten Sie sich mal innoviert?“

Wir danken für dieses Gespräch.

Für Fragen oder Anregungen können Sie direkt mit Alexander Schwieger Kontakt aufnehmen:

Alexander.schwieger@tillvaext.com

VITA A. Schwieger

Berufserfahrung: Im nationalen und internationalen Marketing, als Berater sowie Geschäftsführer und Intrapreneur bei Konzernen und mittelständischen Unternehmen; bzw. Tochtergesellschaften von Konzernen. P&L Verantwortung für Geschäfte von >250 Millionen Euro. Kategorie Erfahrung in allen kosmetischen Produktbereichen sowie OTC Medizinprodukte, Arzneimittel und Biozide.

Studium in: London, Paris und Rotterdam

Akademischer Abschluss: MBA

Weiterbildungen u.a.: IMD Lausanne (High Performance Leadership), Harvard Business School (Disruptive Strategy), Growth Tribe Amsterdam (Growth Hacking)