Selbstbräuner

Selbstbräuner

Bräune ohne Risiko – das wünschen sich viele. Kosmetische Produkte, sogenannte Selbstbräuner machen es möglich. Hauptwirkstoffe sind Dihydroxyaceton (DHA) und Erythrulose.

DHA ist ein aus Glycerin gewonnener, farbloser Zucker, der natürlicherweise auch im Körper des Menschen vorkommt. DHA reagiert mit freien Aminosäuren und Proteinen in den Zellen der Haut. Durch diese Reaktion entstehen braune Farbstoffe, sogenannte Melanoide, die die Haut gebräunt aussehen lassen. Dieser Prozess beginnt sofort nach dem Auftragen. Das Ergebnis wird je nach Hauttyp innerhalb von einer bis drei Stunden sichtbar. Die auf diese Weise erzielte Tönung ist lichtecht und hält zwischen drei und fünf Tagen an.

Ein weiterer selbstbräunender Wirkstoff ist Erythrulose, ebenfalls ein Zucker, der biotechnologisch gewonnen wird. Erythrulose ist chemisch stabiler als DHA. Deshalb läuft der Bräunungsvorgang langsamer ab. Die Bräunung stellt sich daher nicht innerhalb von Stunden, sondern nach ein bis zwei Tagen ein.

Bräunungseffekt auf Zeit

Durch die Zellteilung wird die Haut fortwährend erneuert. Alte Hautzellen lösen sich ab und mit ihnen auch die Farbe. Deshalb verschwindet die Bräune nach und nach wieder. Nach etwa zehn Tagen ist die Haut wieder vollständig entfärbt und das „Sun Tanning“ muss wiederholt werden.

Dies Anwendung von Selbstbräunern ist unbedenklich. Der gesamte Bräunungsvorgang mit DHA oder Erythrulose greift nicht in lebende Hautzellen ein, die Zellen der Hornschicht besitzen bereits keinen Zellkern mehr. Selbst Langzeitwirkungen sind nach heutigem Kenntnisstand nicht zu befürchten. Im Gegensatz zur natürlichen Hautbräunung durch Melanin schützt die durch Selbstbräuner erzeugte Bräune allerdings nicht vor UV-Strahlen. Das Auftragen eines UV-Filters beim Sonnenbaden ist weiterhin notwendig.

Ein Peeling verhilft zu gleichmäßiger Bräune

Wer „streifenfrei“ braun werden möchte, sollte 24 Stunden vor der Anwendung eines Selbstbräuners ein Körperpeeling durchführen. Damit werden lose Hautschüppchen entfernt und die Hautschicht ebenmäßig. Außerdem empfiehlt es sich, sehr trockene Hautareale vorher mit einer Feuchtigkeitslotion zu behandeln, da sonst das DHA an diesen Stellen tiefer eindringt und die Tönung fleckig wird. Um das Gesicht gleichmäßig zu bräunen, sollten die Poren möglichst verschlossen sein. Das geschieht durch Kälte: Einfach einen Eiswürfel kurz vor der Behandlung über die Gesichtshaut führen und die Poren ziehen sich zusammen.

Haltbarkeit optimal ausnutzen

Nachteilig am DHA in kosmetischen Zubereitungen ist, dass sich das Dihydroxyaceton im Laufe der Zeit zersetzt. Die Abbauprodukte des Dihydroxyacetons, wie zum Beispiel Hydroxylmethylglyoxal, Formaldehyd, Glycolsäure, Ameisensäure, Essigsäure oder Brenztraubensäure, färben das Produkt braun und lassen den pH-Wert auf unter 3,0 absinken. Außerdem kann es zu einem stechend-unangenehmen Geruch der kosmetischen Formulierung kommen. Dieser intensiv wahrgenommene Geruch der DHA-Abbauprodukte führt in der Regel dazu, dass die Verbraucher das Kosmetikum nicht weiter anwenden. Daher sind Produkte mit selbstbräunenden Wirkstoffen mit einem  Mindesthaltbarkeitsdatum versehen und erfordern aufwendigere Formulierungs- und Lagerstrategien.

Ziel bei der Rezepturentwicklung eines Selbstbräuners ist es daher, den Abbauprozess hinauszuzögern und die entstehenden Nebengerüche zu kaschieren – wir helfen Ihnen dabei!

Wenn Sie einen Selbstbräuner entwickeln oder eine schon bestehende Rezeptur geruchlich optimieren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

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