Basische Körperpflege

basische Körperpflege

Die basische Körperpflege ist keineswegs eine Entwicklung oder Errungenschaft der Neuzeit. Schon die alten Ägypter wussten eine basische Körperpflege zu schätzen, sie badeten beispielsweise in einem Natronsee, denn sie hatten festgestellt, dass die besondere Zusammensetzung des Wassers regenerierend wirkte. Und auch Jahrhunderte später, etwa zu Urgroßmutters Zeiten, spielte die basische Kosmetik eine große Rolle. Schmierseifen mit einem sehr hohen pH-Wert und auch Quarkwickel galten als bewährte Hausmittel, die vielseitig eingesetzt werden konnten.

Basische Körperpflege und basische Kosmetik: damit sich unsere Haut wohlfühlt

In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann die Industrie jedoch mit der Herstellung saurer Kosmetik, was nicht zuletzt an den damals neu entwickelten chemischen Emulgatoren lag. Formulierungen in einem sauren Milieu ließen sich damit besonders leicht herstellen. Doch was bedeutet eigentlich „basische Kosmetik“ und was bedeutet „sauer“? Eine basische Flüssigkeit hat einen ph-Wert, der zwischen 7,0 und 14,0 liegt. Hat eine Flüssigkeit einen niedrigeren Wert, gilt sie als sauer. Interessanterweise sind die Flüssigkeiten in unserem Körper von Natur aus fast immer basisch. So hat beispielsweise das Fruchtwasser, das ein Ungeborenes umgibt, einen (basischen) pH-Wert von 8,0 bis 8,5. Das menschliche Blut hat einen Wert von 7,35 bis 7,45, auch unsere Tränenflüssigkeit (7,35) und unser Speichel (7,5) sind von Natur aus basisch. Nun ist es aber leider so, dass gerade Pilze und Krankheitserreger ein saures Milieu lieben. Die moderne Körperpflege, für die ein niedriger pH-Wert oftmals charakteristisch ist, erweist sich darum auch nicht immer als sehr sinnvoll.

Was passiert bei Übersäuerung im Körper?

Unser Körper registriert eine Übersäuerung in der Regel schnell. Würde der pH-Wert unseres Blutes beispielsweise unter 7,2 sinken, müsste sogar mit dem Tod gerechnet werden. Damit dies jedoch nicht passiert, hat unser Organismus einen Notfallplan entwickelt. Kommt es also zu einem starken Säureüberschuss, wird die überschüssige Säure im Bindegewebe zwischengelagert. Im schlimmsten Fall kann dadurch aber das Bindegewebe erschlaffen. Mögliche Folgen wären Schwangerschaftsstreifen und die berühmt-berüchtigte Cellulitis.

Wie kann basische Kosmetik helfen?

Um die Auswirkungen einer Übersäuerung auch andere unangenehme Nebenwirkungen zu verhindern, empfehlen Experten basische Kosmetik, die das Gewebe wieder straffen kann. Letztendlich hilft eine basische Körperpflege der Haut, Schadstoffe und Säuren über die Schweiß- und Talgdrüsen auszuscheiden. Der sogenannte Säureschutzmantel gilt heutzutage übrigens als eine mögliche Fehlinterpretation medizinischer Tatsachen. Da unser Körper permanent versucht, Säuren vor der Einlagerung über die Haut loszuwerden, entstand im Laufe der Zeit die Annahme, dass ein solcher Schutzmantel von Natur aus bestehen würde. Inzwischen wissen es selbst Fachleute besser, denn nicht umsonst konnte dieses Phänomen bei Babys und Neugeborenen nicht festgestellt werden. Der Säureschutzmantel besteht vielmehr aus Ablagerungen von ausgeschiedenen Schlacken und Säuren. Wer zusätzlich zu sauren Kosmetikprodukten greift, verhindert, dass die Haut die Säuren ausreichend ausscheiden und abstoßen kann. Die Folge: Die Haut reagiert gestresst, gereizt und überempfindlich, ein wahrer Teufelskreis entsteht. Basische Kosmetik beruhigt dagegen die gestresste Haut und hilft ihr bei der Regeneration. Eine basische Körperpflege, die beispielsweise aus einem Duschbad mit einem hohen pH-Wert besteht, ist zusätzlich eine wahre Wohltat für die Haut.

Basische Körperpflege und Kosmetik: zum Wohle unserer Haut

Wer seiner Haut etwas Gutes gönnen möchte und einer der aufgeführten Hautprobleme hat, sollte einmal auf saure Produkte aus dem Kosmetikregal verzichten und stattdessen zu Lotionen, Cremes und Duschbädern mit einem hohen pH-Wert greifen. Basische Kosmetik ist in der Lage, gestresste Haut zu beruhigen, während basische Körperpflege ein erschlafftes Bindegewebe wieder straffen kann. Schließlich ist es kein Zufall, dass unsere körpereigenen Flüssigkeiten einen durchweg hohen pH-Wert besitzen: Die Natur hat gewusst, dass ein Überschuss an Säure im menschlichen Organismus Schaden anrichten kann.

Optimal entwickelte, basische Kosmetik erkennen Sie daran, das die INCI kein „Sodium“, „Potassium“ , „-amine“ und „Acid“ enthält.

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